Latest Articles

Samstag, 4. Oktober 2014

Der laotische Dschungel


Geschehnisse vom 03.05.- 04.05.2014:

Am nächsten Tag frühstückte ich dann mit Remy schnell was, bevor wir uns alle trafen um die Wanderung zu starten. 
Unser Gepäck konnten wir in einem Bungalow einschließen, somit waren wir alle nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Aber wir würden ja auch schon in zwei Tagen wieder zurück sein.
Als wir durch die Stadt liefen, kamen wir auch an dem Guesthouse vorbei, in dem Dylan wohnte. Und durch Zufall sah er uns auch vorbeilaufen. Wir quatschten kurz und es stellte sich heraus, dass er und Mark noch sehr viel Spaß am vorherigen Abend hatten. Der Einheimische hatte sie nach seiner Garküche wohl noch zu ein paar Getränken und „Shakes“ eingeladen. Im Nachhinein fand Dylan es dann ein bisschen schade, da er genau so eine Tour auch machen wollte, aber manchmal muss man wohl Abstriche machen. 
Unsere erste Anlaufstelle war der Fluss, wo ein Boot auf uns warten würde, welches uns dann Flussabwärts bringen sollte. 
Es war schmal gebaut, hatte jedoch Autositze für optimalen Komfort ;)
Wir knatterten recht schnell den Fluss entlang durch die malerische Landschaft. Irgendwann kam eine Flussenge, an der der Fluss extrem Wild war. Es gab noch eine kurze Warnung, dann fuhren wir auch schon mit Vollgas hindurch. Und kamen teilweise klitschnass wieder heraus. Von diesen Stellen gab es dann noch zwei, bei denen jedoch keiner nass wurde. 
Dann stiegen wir irgendwo im Nirgendwo aus und starteten in den Dschungel. Unser Guide erklärte uns hier und dort mal eine Pflanze, dann kamen wir an eine Art Reise-Außenposten. Dort bereiteten ein paar Männer die Felder für die nächste Saison vor. 
Erst brannte man die Felder ab, danach mussten tausende von kleinen Löchern in die Erde gestoßen werden, in die dann der Reissamen gesteckt wurde. Eine Knochenarbeit. 
Für uns ging es dann weiter immer tiefer und tiefer in den Dschungel hinein. Wir mussten Flüsse auf bedenklichen Konstruktionen überwinden, uns mit Insekten und Blutegeln herumschlagen und unser Guide hatte sichtlich Spaß sich den Weg freizuschlagen. 
Nach gut zwei Stunden kamen wir dann zu einem kleinen Unterstand, wo eine Familie auch die Felder bewirtschaftete. In der Zwischenzeit hatten wir allerhand über die Stämme der Region erfahren. Unter anderem auch, dass manche von ihnen vor einiger Zeit von den USA als Spitzel und Agenten angeworben worden waren. 
Wir waren froh, dass wir uns zu der Familie unter den winzigen Unterstand gesellen konnten, da es angefangen hatte wie aus Eimern zu schütten. 
Dann gab es erst mal Mittag. Schnell wurde ein Feuer entfacht, die Wasserbüffelzunge und die Chilli geschickt auf ein paar Bambusstäbe gespannt, und dann war das Essen auch schon fast fertig. Die kleinen Kinder freuten sich unterdessen riesig über die Süßigkeiten die wir dabei hatten :D

Zu der Wasserbüffelzunge gab es dann Bambusherzen und in Palmenblättern eingewickelten Reis. 
Nach dem Essen ging es dann weiter. Nach einer weiteren Stunden waren wir in dem Dorf angekommen, in dem wir die Nacht verbringen würden. 
Wir machten eine Runde durch das Dorf und ließen uns dann an unseren Hütten nieder. 
Es gab ein paar Früchte, ein paar Leute spielten Karten, der Rest schlief ein bisschen. 
Am Abend Waren dann wieder alle Wach, es wurden im kleinen „Dorfladen“ die essentiellen Dinge gekauft und dann musste noch etwas für das Feuer gefunden werden. Eins der umherlaufenden Hühnchen bot sich dafür eigentlich ganz gut an und so wurde es gefangen, getötet, ausgenommen und gegrillt. Dabei wurde natürlich nichts weggeworfen, sondern alles gegessen. Und man muss sagen an so Hühnchenfüßen ist zwar nicht viel dran, aber sie schmecken nicht anders als das Fleisch. 
Zu dem Hähnchen gab es noch ein bisschen Grünzeug und Reis. Wir aßen mit ein paar Einwohnern des Dorfes und unser Guide übersetzte unsere Fragen, die wir hatten. 
Dann wurde ein großes Feuer entfacht und alle versammelten sich, um den Darbietungen der Bewohner beizuwohnen. Es wurden exotische Instrumente und Blätter gespielt und getanzt.
Danach ging es dann zum Häuptling des Dorfes wo wir wieder ein paar Fragen stellen konnten. Unter anderem erfuhren wir, dass die nächste Investition eine Schule sein sollte, was in dieser Region quasi das Non Plus Ultra war. Denn der Großteil der Jugendlichen blieb für immer im Dorf. Nur eine Hand voll schaffte es auf eine weiterführende Schule in einer der Städte zu gehen.  
Dann war es schon spät geworden und das Dorf kam allmählich zur Ruhe, was wir dann auch taten. 







Der nächste Tag startete sehr früh, was unter anderem an den ganzen krähenden Hähnen lag. Wir hatten ein schnelles, leichtes Frühstück welches aus Reis und Ei bestand. Danach  stand noch ein „Baci Ritual“ an. Das fand in der Hütte des Dorfschamanen statt und sollte sehr lustig werden. 
Wir setzten uns alle im Kreis um eine Opferschale, die dann kurz darauf mit allerlei Dingen bestückt wurde. Ein Hähnchen, Süßigkeiten, Lao-Lao, Bier Lao und noch ein paar anderen Sachen. Dann legte der Schamane los.
Es wurden mysteriöse Sätze gemurmelt, die Luft fing an zu knistern und es legte sich eine Spannung in die Luft. Dann gab es für alle den ersten Lao Lao des Tages. Um Acht Uhr...
Das wiederholte sich dann noch dreimal, bevor der Schamane und seine Handlanger begannen uns weiße Baumwollbänder um die Arme zu binden. Diese sollten unsere Geister an unseren Körper binden und ihn so beschützen. 
Vor dem langsam einsetzenden Lao Lao konnten sie uns allerdings nicht bewahren. Wir bedankten uns bei den mysteriösen Männern aus dem Dorf und setzten unseren Weg durch den Dschungel dann sehr gut gelaunt fort. 
Nach gut 1 1/2 Stunden wandern kamen wir dann in ein weiteres Dorf. In diesem sollten wir auf Kanus umsteigen und dann die letzten 23 Kilometer zurück nach Nong Khiaw paddeln. Dumm nur, dass die Kanus aber irgendwie noch nicht da waren. 
Nun war in dem Dorf gerade ein anderer Stamm zu besuch, was Anlass eines großen Festes war. Unser Guide wies uns an erst mal irgendwo neben den Leuten platz zu nehmen, die gerade ein Schwein zerteilten. 
Schnell wurden für uns ein paar Bänke aufgetrieben und dann kam auch schon der erste mit einem großen Krug. Remy freute sich schon, dass er jetzt endlich seinen Durst mit etwas Wasser löschen konnte. Doch weit gefehlt. Die klare Flüssigkeit war keinesfalls Wasser. Vielmehr handelte es sich um den guten Lao Lao. Wir versuchten höflich abzulehnen, aber die Dorfbewohner waren sehr hartnäckig und so hatten wir dann alle schnell den nächsten Shot getrunken. Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt schon recht gut. Ein paar von uns halfen, das Schwein zu zerteilen, einer der Engländer und ich sollten mit den frisch geputzten Schweineknochen um den Hals posieren. Es war recht amüsant. 
Uns wurde frischer Schweinedarm mit Blut-Chilisauce angeboten und dann kamen auch noch die Dorfältesten mit einer Kiste Bier vorbei. 
Schnell wurden die Bänke zu einem Kreis geformt und dann ging das Glas nur noch reihum. Alle die sich zierten, wurde die gute goldene Flüssigkeit dann mehr oder weniger per Zwang eingeflößt :D 


Als nächste Spezialität des Hauses wurde eine Art Suppe präsentiert. Hauptbestandteile waren Hirn, Blut und allerlei anderer schwer zu deutende Dinge. Die Stimmung war schon auf dem Höhepunkt, als dann auch noch eine Gruppe Frauen tanzend und singend im Pulk vorbeikam und uns in ein Haus zum tanzen einlud. 
Unterdessen versuchte unser Guide den noch halbwegs Nüchternen Leuten klar zu machen, dass die Kanus jetzt da waren und wir ablegen konnten. 
Remy und ein Franzose waren gerade dabei mit den Einwohnern Musik zu machen und so ganz glaube ich auch nicht, dass sie noch wirklich zuhörten was wir sagten. Sie entschieden einfach im Dorf zu bleiben und dann am nächsten Tag irgendwie nachzukommen. 
Der Rest der Truppe entschied derweil, dass wir das Abenteuer auf dem Mekong weiterführen würden. Wir legten unsere Schwimmwesten und Helme an und dann paddelten wir los. Trotz unseres Zustandes ging es recht flott voran. Immer mal wieder legten wir kleine Stopps zur Abkühlung ein. 
Dann kam die erste Stromschnelle. Das erste Kanu vor uns kenterte, doch der Guide und ich schafften es mit Mühe uns im Kanu zu halten. Nun wussten wir auch warum wir Helme trugen :D
In der nächsten Stromschnelle erwischte es mich dann. Keine Chance. Recht schnell waren aber alle wieder in ihren Kanus und dann ging es weiter. 
Irgendwann war es dann langsam Zeit mal wieder was zu essen. Unser Begleitboot hatte schon an einer Stellte angelegt und der Captain hatte in der Zwischenzeit zwei Fische gefangen. Nichtsdestotrotz ließen wir es uns jedoch nicht nehmen um selber unser Glück zu versuchen. Mit Wurfnetz und Harpunen versuchten wir unser Glück, jedoch kam nicht all zu viel dabei heraus. Zum Glück hatte der Profi vorgesorgt. 
Da es noch ein recht langer Weg war, machten wir nicht zu lange Pause. Ich weiß nicht mehr genau wann wir dann da waren, aber es war sicherlich schon fünf oder sechs. Mit Mühe schleppten wir dann noch unsere Kanus das Ufer hoch. 
Zurück in der Stadt suchte ich mir dann eine neue Unterkunft. Da Remy ja im Dorf geblieben war musste eine etwas günstigere Alternative her. Und die fand ich dann auch. Mit eingeschränktem Flussblick, aber dafür Terrasse und Top Zimmer. 

Nach einer Dusche und einer kurzen Verschnaufpause ging ich dann zu einem der Inder. Kurz darauf stießen die zwei Engländer und unser Guide zu uns. Als wir schon fertig waren, kamen dann auch die zwei Mädels. Der großteil der Gruppe musste am nächsten Tag schon abreisen, also verabschiedeten wir uns und ich ging erst mal ins Bett. Den Schlaf hatte ich mir wirklich redlich verdient...



read more

Montag, 1. September 2014

Nong Khiaw


Geschehnisse vom 02.05.2014:

Vom vorherigen Tag wussten wir, dass der Bus gegen halb Elf abfahren würde. Somit hatten wir noch einen relativ entspannten Morgen. 
Dann mussten wir uns natürlich ein Tuk Tuk zum Busbahnhof suchen. Wir sprachen den erstbesten Fahrer am Straßenrand an und waren erstaunt, als er uns den normalen Preis nannte. Wir bezahlten also genau so viel wie auch die Locals. Das kannte man aus den anderen Ländern ja eher anders. Aber in Laos ist alles noch ganz normal. Faire Preise für alle. 
Am Busbahnhof angekommen, kauften wir uns dann erst mal ein Ticket. Allerdings mussten wir auch erfahren, dass der „Bus“ wohl eher nicht um Elf fahren würde. Dafür waren noch nicht genug Leute da. Da der komplette Transport in Laos in privater Hand ist, können die Fahrer selbst bestimmen, wann sie losfahren. Und das tuen sie meist nicht, wenn ihr „Bus“ noch nicht ganz voll ist. 
Also warteten wir erst mal eine Weile. Irgendwann kamen dann ein paar andere Weißgesichter, die anscheinend das gleiche Ziel wie wir hatten. Dann kamen noch mal welche. Von welchen einer ziemlich gut Lao sprach. Somit war er dann unser Informationsbeschaffer. 
Der „Bus“ welcher vielmehr ein kleiner LkW mit spärlich überdachter Ladefläche war, füllte sich also langsam. Und der Typ der Lao sprach machte dem Fahrer laufend Druck, dass wir doch bitte endlich losfahren würden. Als dann noch zwei Locals, zwei Engländer und eine Niederländerin auf der Ladefläche Platz nahmen, ging es endlich los. Beinfreiheit war mehr oder weniger nicht da. Die Ladefläche war vielleicht vier Meter lang und drei breit. Und in der Mitte lagen unsere Backpacks und allerhand andere Scharteken. 
Aber okay, es waren ja nur knapp drei Stunden Fahrt...
Die Straße glich natürlich eher einem frisch gepflügten Acker, der einsetzende Regen, welchen wir nur mit Mühe von uns abschirmen konnten und ein ziemlich angeschlagenes Mädel, wessen Mageninhalt das auf und ab nicht ganz so gut verkraftete, machten die Fahrt jedoch zu einem lustigen Erlebnis. 
Doch wir wurden entschädigt, je näher wir nach Nong Khiaw kamen. Wir fuhren parallel zu einem traumhaften Fluss, neben uns türmten sich die Berge immer höher und höher und das Wetter zeigte sich wieder von seiner guten Seite. 
Wir wurden alle etwas vor dem Dorf rausgelassen. Der Großteil entschied sich noch einen kleinen Aufpreis zu zahlen, damit das Tuk Tuk sie bis in das Zentrum brachte. Remi, eine Französin und ich entschieden uns aber dagegen, da wir so ja schon mal ein bisschen von dem Dorf sehen konnten.


Der Weg stellte sich als recht lang heraus, aber nach guten 20 Minuten waren auch wir auf der Seite des Flusses, wo die meisten Gasthäuser und Bungalows untergebracht waren. 
Ich hatte mich im Vorfeld schon mal etwas schlau gemacht, allerdings war es nicht so leicht gewesen sich für eine Unterkunft zu entscheiden. Wir liefen also ein paar ab und entschieden uns dann für eine ganz gut aussehende Variante mit Terrasse und Flussblick. 
Dann mussten wir erst Mal etwas Essen gehen. Dabei trafen wir die anderen Leute aus dem „Bus“ und somit gingen wir alle zusammen zu einem der zwei Inder im Dorf. 
Das Essen war herrlich und wir schmiedeten schon Pläne für die nächsten Tage. Die anderen hatten Wind von einer Wanderung über zwei Tage durch den Laotischen Dschungel bekommen. Das hörte sich recht cool an. 
Das Restaurant lag direkt an der einzigen Straße, und ih guckte nicht schlecht als ich zwei alte Bekannte vorbeilaufen sah. Mark und Dylan. Damals kennengelernt in Vietnam. Das letzte Mal gesehen gehabt vor ca. 1 1/2 Wochen. Ja die Welt ist doch recht klein. 
Ich quatschte kurz mit den beiden, aber sie hatten einen Local im Schlepptau, der ihnen seine Garküche zeigen wollte. 
Zurück bei den anderen, nahmen die Pläne dann langsam Gestalt an. Wir redeten mit einem Typen von gegenüber, der die Tour anbot. Ich schlug noch vor Dylan zu fragen ob er nicht auch mitkommen wollen würde, konnte ihn aber den ganzen Abend über nirgends finden. Und das war schon erstaunlich bei der Größe des Dorfes. 
So buchten wir die Tour dann ohne ihn, aber immer noch zu einem guten Preis, da wir ziemlich viele Leute waren. Den Rest des Abends verbrachten wir mit dem Local, der auch mit uns auf die Tour kommen würde und ein paar anderen Leuten bei einem kleinen BBQ. Dann ging es früh ins Bett, da ja schon am nächsten Tag die Tour anstand!



read more

Donnerstag, 24. Juli 2014

Luang Prabang


Geschehnisse vom 29.04. - 01.05.2014:

In der Nacht zog dann erst mal ein schönes Gewitter auf, welches dann auch unsere Elektrizität lahm legte. Natürlich nur die von unserem Guesthouse. Ansonsten hatten wohl alle anderen in der Straße noch Strom. Aber positiv war natürlich die kühle Brise die so durch mein kleines Turmzimmer wehte. 
Dummerweise hatte ich mir irgendwann wohl ein bisschen den Magen verstimmt. Nichts schlimmes, aber ich blieb erst mal im Guesthouse und ließ die anderen alleine los ziehen. Am späten Mittag machte ich mich dann auch auf den Weg. Ich hatte mir schon ein Restaurant ausgeguckt, in dem es angeblich die beste Pizza der Stadt gab. Manchmal brauchte man halt auch einfach mal was anderes als Eiernudeln und Reis. 
Dafür musste ich dann noch den örtlichen Fluss überqueren. Eine stabil wirkende Brücke führte über den doch recht breiten Fluss. Dummerweise musste man bis 18 Uhr dort bezahlen um rüberzugehen. Aber ich wollte unbedingt meine Pizza haben! 
Auf der anderen Seite sah es dann erst mal ein bisschen Chaotisch aus, dann stieg ich ein paar Treppen hoch, sah auf der linken Seite ein recht schickes Restaurant, welches ich aber nicht weiter beachtete, da ich so auf die Pizza eingeschossen war. Doch dann der Schock! Das Pizza-Restaurant hatte zu! Machte erst um 18 Uhr jeden Tag auf. Tja, da ich nun aber schon die Brückengebühr bezahlt hatte, wollte ich natürlich auch auf der anderen Seite etwas Essen. Ich hatte die Wahl zwischen zwei kleinen Garküchen und dem schicken Laden. Und da ich ja sowieso schon das Frühstück gespart hatte, ging ich in den Schicken Laden. 
Von innen war es dann eigentlich noch besser als von außen. Es war eine Wohlfühloase wie man so schön sagt. Neben normalen Tischen gab es auch die beliebten sehr niedrigen, an denen man sich dann auf den vielen großen Kissen lümmeln kann. Dann ganze auf einer Vorgesetzten Terrasse, mit leichtem Flussblick und unter riesigem Bambus. Joa, so ließ es sich aushalten. Ich bestellte mir die laotische Spezialität: Wasserbüffeleintopf mit einheimischen Kräutern und würzigem Bambus.
Preislich natürlich so ziemlich das teuerste was es auf der Karte gab, aber wie gesagt ich hatte ja schon das Frühstück gespart :D - und mein Gott es war göttlich. 
Nach dem vorzüglichen Mahl ging es dann wieder auf die andere Seite. Im Guesthouse fand ich dann auch Remy und Marion wieder. Sie waren in dem Restaurant vom Vorabend gewesen und dann ne Runde entspannt. 
Für den Abend nahmen wir uns vor, den Berg in der Mitte der Stadt zu besteigen und den Sonnenuntergang von dort aus zu genießen.
Zum Essen ging es dann zurück an den Fluss. Dann zog wieder ein Gewitter auf und wir sahen zu, dass wir schnell zurück kamen. 


Ein Plan den weir eigentlich schon von Anfang an hatten, war die bei Luang Prabang gelegenen Wasserfälle zu besuchen. Dort konnte man sich entweder mit einem Tuk-Tuk hinbringen lassen, oder man mietete sich einen Roller. Der war in Luang Prabang zwar nicht ganz billig, aber das war eindeutig die bessere Variante. Am Ende fanden wir auch noch einen Vermieter, der vom Preis her in Ordnung war. Allerdings waren die Roller dafür dann auch nur Halbautomatik. Das machte im Nachhinein aber eigentlich noch mehr Spaß als so ein Automatik. 
Es ging Tanken, dann raus aus der Stadt und über kurvige Straßen durch Dörfer, an Tuk-Tuk‘s vorbei, dessen Insassen uns sehnsüchtig anguckten. 
Schließlich waren wir nach guter einstündiger Fahrt da. Angeschlossen an die Wasserfälle war auch noch ein Bärenpark, wo die geplante Fütterung zwar nicht stattfand, aber auch so waren die Bären da. 
Die Wasserfälle waren definitiv schön, aber es war dezent überfüllt und meine Wasserfall-Sättigungs-Messer stand sowieso schon lange auf Anschlag.
Als wir uns alle Wasserfälle angeguckt hatten, trennten wir uns irgendwann, da die anderen noch eine kleine Wanderung machen wollten. Ich wartete ein bisschen, ob sie vielleicht schneller als gedacht zurückkamen, aber dann wurde mir etwas langweilig und ich tat das, was ich in den letzten Wochen so schätzen gelernt hatte: Benzin verbrennen und Kurven räubern :)
Irgendwann war der Spaß dann aber vorbei, da die Kinder grad alle Schulaus hatten und sie somit überall auf der Straße rum rannten. Dann wurde die Straße aber wieder freier und es ging wieder etwas flotter voran.
Ich wollte dann an diesem Abend auch noch in ein Hostel umziehen, da ich noch ein paar andere Leute kennen lernen wollte, aber hatte natürlich nicht bedacht, dass meine ganzen Sachen bei Remy im Zimmer standen. Nach einer ganzen Weile, entschied ich mich dann aber mal einfach zu fragen ob ich nicht den Schlüssel bekommen könnte. Und natürlich bekam ich den dann auch, konnte umziehen, duschen und war dann ready to go. Im Hostel war aber nicht all zu viel los, weshalb ich dann erst mal nur mit Remy und Marion Essen ging. Das Restaurant entpuppte sich als echte Perle und man bot uns sogar an, eine Grille zuzubereiten, falls wir sie fangen würden :D
Am nächsten Morgen wollten wir dann dem allmorgendlichen Ritual beiwohnen, wo die Bewohner der Stadt den Mönchen Essen gaben. Das ist zwar etwas umstritten, da die meisten Touristen es mit dem Respekt nicht ganz so genau sehen, findet aber immer noch statt. Die Mönche hatten vor einigen Jahren auch schon mal angekündigt, dass Ganze zu unterlassen, die Regierung meinte dann aber nur, dass sie das ganze dann mit Statisten weiterführen würden. Klar, das ist mit einer der Hauptgründe, weshalb manche kommen. 






Abartig früh um kurz nach fünf waren wir dann bereit. Nur um dann bei unserem Gang durch die Straßen zu bemerken, dass irgendwie keiner mehr da war. Wir waren tatsächlich zu spät. Dabei hatte uns eigentlich jeder gesagt, dass das Ganze gegen halb sechs stattfinden würde. Schade, aber so war die Stadt schön leer was auch mal nicht schlecht war. 
Für das kostenlose Frühstück im Hostel war es natürlich dann auch noch zu früh, weshalb wir bei einem Laden einkehrten, bei dem wir schon mal gefrühstückt hatten. Die waren zwar etwas verplant, aber das Frühstück war gut. 
Weiterer Plan für den Tag war dann noch ein bisschen Scooter zu fahren. Wir hatten noch genug Benzin und auch noch Zeit bis wir sie wieder abgeben mussten. So fuhren wir erst mal zum Busterminal, da es für Remy und mich am nächsten Tag weitergehen sollte.  Marion trat noch am gleichen Tag ihren Flug nach Vientiane an, um dann weiter nach Afrika zu fliegen. 
Zurück ging es durch die kleinsten Gassen und die holprigsten Schotterpisten, aber so fanden wir noch ein gemütliches Plätzchen am Fluss, an dem wir noch etwas Zeit verbrachten. 
Dann mussten wir aber auch zurück. Nach der Abgabe verabschiedeten wir uns von Marion und dann ging ich erst mal ins Hostel Blog schreiben. Remy lag derweil vermutlich faul auf seinem Bett :D
Abends ging es dann doch noch die lang ersehnte Pizza Essen, aber im Endeffekt hat sie mich nicht vom Hocker gerissen. Schade.





read more

Mittwoch, 2. Juli 2014

Eine lange Busfahrt und Phonsavan


Geschehnisse vom 25.04. - 28.05.2014:

Das Hotel stellte sich als sehr kulant heraus, somit konnte ich etwas später auschecken. So musste ich dann nur noch Sechs Stunden irgendwie rum bekommen. Aber in Hanoi macht es auch einfach Spaß ein bisschen durch die Straßen zu wandern, ein bisschen zu knipsen und das geordnete Chaos zu genießen. 
Und so verging die Zeit bis um 6 Uhr doch recht schnell. Dann saß ich noch ein bisschen im Reisebüro herum, bevor ein quirliger Asiate kam, um mich und eine andere abzuholen, die ich, nebenbei bemerkt, auch schon einmal getroffen hatte. Genau wie ein anderes Mädel, welches ich sah als wir schon auf dem Weg zum Bus waren. Aber wir hatten nur noch Zeit zu einer ganz kleinen Unterhaltung, denn der Asiate machte Druck.
Druck, welcher im Nachhinein nicht nötig gewesen wäre. Denn wir standen erst mal gut 20 Minuten an der Straße und warteten auf den Bus. Dann kam ein etwas größerer Van, mit dem wir für bestimmt 45 Minuten durch die Stadt Gurkten. Es stellte sich heraus, dass er uns zum Busterminal außerhalb der Stadt brachte. 
Dort hieß es dann mal wieder warten, Pässe kontrollieren, Ticket abholen und dann ging es endlich zum Bus. Wir liefen natürlich an den High End Bussen vorbei und stoppten vor einem schon etwas in die Tage gekommenen, der allerdings noch einen besseren Eindruck als die anderen alten Busse machte. 
Innen sah es ganz gut aus. Allerdings stapelten sich im hinteren Bereich jetzt schon massenweise Kisten. Denn die Busse in Asien transportieren neben den Passagieren ja auch immer mal gerne noch etwas anderes. 
Ich konnte mir jedoch einen schönen Platz sichern und dann ging der Ritt auch schon los. 
Nach zwei Stunden stoppten wir dann an einer Raststätte, an der alle erst mal etwas Essen gingen. Und als wir dann wieder im Bus waren, hieß es nur noch Schlafen. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir irgendwo im Nichts anhielten um weitere Güter einzuladen. Unter anderem Gewürze und Oreos. Es wurde recht voll hinten im Bus, und die ganze Aktion dauerte bestimmt eine gute Stunde, da die meisten Kisten auch noch zu groß waren, um sie durch den engen Gang zu bekommen. 
Aber wenigstens danach war dann  Ruhe. Soweit ich mich erinnere, schlief ich bis zur Grenze durch. Jedenfalls so gut, wie man das auf den kurzen Liegen dort im Bus konnte.
An der Grenze wurden wir dann alle Schlaftrunken aus dem Bus gescheucht und standen in der überraschend frischen Morgenluft. Die Sonne blendete unsere empfindlichen Augen noch für eine Weile, bis wir dann von einem der Busfahrer angewiesen wurden, in eines der Gebäude zu gehen. Dort gaben wir dann wie immer alle unsere Pässe ab und warteten. Warteten. und warteten. Und dann wurden langsam die ersten Namen aufgerufen. Durch einen Gang ging es dann weiter, bis wir wieder draußen waren. Die laotische Grenze war dann schon zu sehen, aber wir wussten nicht ob uns der Bus dort vielleicht hinfahren würde, oder nicht. Nach einiger Zeit waren sich die Vietnamesen aus unserer Gruppe recht sicher, dass er nicht kommen würde. Also liefen wir. 
Dann gaben wir wieder unseren Pass ab, warteten und warteten noch ein bisschen mehr. Wir bekamen unseren Pass wieder, mussten in ein anderes Gebäude um unsere Visaformulare auszufüllen und es zu bezahlen. Natürlich in US-Dollar. Ich war vorbereitet, aber manche mussten den schlechten Wechselkurs der Bank nehmen, welche sich zufällig an der Grenze befand :D
Mit dem Papierkram mussten wir dann zurück in das erste Gebäude. Dort bekamen wir dann das finale Visa. 
Als wir dann alle wieder im Bus waren, dauerte es noch mal ein paar Stündchen, bevor wir in einer Stadt ankamen. Ich hatte nur den Weg bis nach Phonsavan gebucht, die anderen fuhren alle bis nach Luang Prabang. Nun wusste ich natürlich nicht ob man mir sagen würde wenn wir da waren. Aber nach einem kurzen hin und her stellte sich dann heraus, dass wir schon da waren. 32 Stunden Busfahrt fühlten sich ja doch gar nicht so lang an...
Wir aßen alle noch was gemeinsam, bevor ich dann das Guesthouse suchte, welches ich mir im vorher ausgeguckt hatte. Ich entdeckte drei Jungs in einem Restaurant und fragte sie ob sie wüssten wo es war, bzw. ein anderes empfehlen konnten. Das war aber nicht der Fall, also fragte ich dann im einzigen Hotel der Stadt nach. Auch dort konnte man mir nur eine grobe Richtung geben, also lief ich erst mal drauf los. Als ich dann eine weitere Frau fragte, fand ich es schlussendlich. Und es hatte sogar noch Zimmer! Wobei das bei der Lage der Stadt höchst wahrscheinlich auch kein Wunder war. 
Trotz der etlichen Stunden Fahrt war ich noch müde, also blieb ich erst mal im Zimmer und ging dann erst später durch die Stadt. Da musste ich dann leider herausfinden, dass quasi jeder Geldautomat in der Stadt Gebühren für das Abheben von Geld verlangte. Abends gab es eine Pizza, die ein italienischer Auswanderer zubereitete. 

Einer der Gründe, warum ich nicht gleich nach Luang Prabang gefahren war, hieß „Plain of Jars“ - Ebene der Tonkrüge. In mehreren Gebieten um Phonsavan gab es große Ansammlungen von Krügen aus Stein. Hatte sich ganz nett angehört, außerdem wollte ich ja auch wieder möglichst viel vom Land sehen. 
Nachdem ich ein wirklich sehr gutes Sandwich im gleichen Landen, wie am Vorabend gegessen hatte, machte ich mich auf die Suche nach einem Gefährt. Es gab nur einen Laden, welcher Mopeds verlieh, und diese waren wirklich abartig teuer. Also blieb mir nur die Alternative. Ein Drahtesel. Ich verhandelte ein bisschen und bekam das Fahrrad dann doch für einen ganz guten Preis. Ich lud noch eine Flasche Wasser in meinen Korb und dann ging es los. Ich wusste in etwa in welche Richtung ich fahren musste. Wie weit es war, konnte ich aber auch nur schätzen. Vielleicht 20 Kilometer. Ein Weg. Aber es war gutes Wetter. Und es war nur ein bisschen hügelig. Nach einer Weile musste ich dann bemerken, dass ich auf ziemlich dunkle Wolken zufuhr. Wirklich richtig böse Gewitterwolken. Aber da brachte es auch nichts mehr umzudrehen. Der letzte Abschnitt war dann eine absolute Schotterpiste. Irgendwelcher Schutt, welcher nicht mal festgefahren war. Da kam natürlich Freude auf. Aber dann kam ich an ein kleines Häuschen, an dem man die Tickets für die erste Ebene kaufen konnte. Und genau dann fing es natürlich auch an leicht zu regnen. 
Die Leute dort sahen darin aber kein Problem, und so stieg ich mit ein paar anderen Leuten in ein riesiges elektro-Golfkart. Das brachte uns den restlichen Weg dann zum Anfang der Ebene. Als ich das erste Foto schoss, donnerte es dann das erste Mal. Kurz darauf fing es Flutartig an zu schütten. Alle auf dem Feld stürmten zu einer Höhle, in der alle locker Platz fanden. Dort traf ich dann Remi aus Frankreich und Marion aus England. 
Zusammen standen wir den Regen durch, was bestimmt so mindestens eine halbe Stunde dauerte. Danach mussten wir erst einmal durch ein paar Sturzbäche, die sich gebildet hatten. Wir knipsten noch ein bisschen und dann fuhren wir zurück zum Eingang. Wir verabredeten uns noch für Abends in einem der Restaurants der Stadt, dann fuhren wir getrennte Wege. Ich entschied mich natürlich dafür, wieder zurück zu fahren und nicht noch die anderen Ebenen anzugucken. Der Weg war so schon weit genug. 
Ich schaffte es dann auch noch trocken nach Hause, war dann aber auch schon wieder alle. Abends ging es dann noch mit Remi und Marion was speisen und alle möglichen Lao-Biere probieren. 






Am nächsten Morgen ging es dann auch schon wieder weiter. Ich hatte mich mit den beiden am Vorabend noch ein wenig abgesprochen, aber wir wussten natürlich nicht, ob wir im gleichen Bus landen würden. 
Es dauerte ein bisschen bis ich abgeholt wurde, aber wenigstens kam der Van überhaupt. Dieser brachte mich und zwei Vietnamesen dann an den Busbahnhof, an dem wir in einen anderen Van steigen mussten. Und wer saß in diesem? Richtig, Remi und Marion. Klappt am Ende ja doch immer alles. 
Am Anfang nur mit uns drei ging es dann los. Auf dem Weg sammelten wir natürlich noch einige Leute auf, aber es wurde nicht so voll wie in Vietnam. Der Fahrer beherrschte die Strecke gut, jedenfalls hoffe ich das, aber anders kann ich mir seine Geschwindigkeit kauf vorstellen. Mittagspause machten wir dann an einem Relativ großen offenen Haus, in dem sich mehrere Stände befanden. Außerdem bot es eine geniale Aussicht auf de umliegenden Berggipfel. 
Ich holte mir mit Remi ein Sandwich und dann genossen wir ein wenig die Aussicht. Bevor es dann auch wieder recht schnell weiter ging. Die letzten Kilometer vergingen recht schnell und dann waren wir endlich in Luang Prabang! Vom Busbahnhof mussten wir dann irgendwie noch in die City kommen. Wir versuchten mit einem der Tuk-Tuk Fahrer zu verhandeln, aber es stellte sich heraus, das Touristen und Einheimische in Laos wohl das gleiche zahlten. Eine nette Überraschung. Nach 10 Minuten waren wir dann da und gingen in eine kleine Straße, in welcher das Hostel lag, welches ich für gut hielt. Natürlich waren dort dann alle Zimmer voll. Wir guckten noch zu einem anderen Hostel, aber das war auch voll. Dann blieb uns nichts anderes mehr über, als nach einem Guesthouse zu gucken. Aber davon schien es in der Stadt auch genug zu geben. Wir wurden dann in der selben Straße fündig, in der auch das Hostel lag. Für acht Euro hatten wir alle ein eigenes Zimmer. Zwar ohne Klimaanlage aber wir waren ja immer noch Backpacker ;)
Dann hieß es auch bald die Stadt zu erkunden. Luang Prabang war wirklich ein schönes Örtchen. Gelegen am großen Mekong, war es zwar auch etwas touristisch, aber es war alle noch in einem angenehmen Rahmen. Die Straßen waren bunt, die Häuser oft im Kolonialstil gebaut und alles versprühte eine friedliche Atmosphäre. Kurz gesagt - einfach schön. 
Wir schlenderten dann noch über den Nachtmarkt, auf dem es natürlich die üblichen Sachen zu kaufen gab. Anhänger, Hosen, T-Shirts, alte Münzen, etc..
Remi und ich hatten im Tuk-Tuk einen Aufkleber gesehen, der ein belgisches Restaurant bewarb, also wollten wir dort evtl. etwas Essen gehen. Das änderte sich dann aber, als wir die Bierpreise sahen. Auch wenn es importiert war, standen die Preise in keinem Maßstab. 

Unsere Wahl fiel stattdessen auf ein Restaurant, das eigentlich ein riesiger Garten war. Ein sehr idyllischer Ort, der vor allem durch die Beleuchtung eine richtig gute Atmosphäre hatte. Dort verbrachten wir dann eigentlich auch den ganzen Abend.









read more

Dienstag, 24. Juni 2014

Hanoi und Cat Ba Island


Geschehnisse vom 19.04. - 24.04.2014:


Hanoi 

Ich entschied mich dann mit Dylan und Mark am nächsten Tag nach Hanoi zu fahren. Die beiden waren beide heiß auf den Zug, gerade Mark, da er als Amerikaner Langstreckenzüge in der Form nicht wirklich kannte. 
Um halb 10 nahmen wir dann also einen klapprigen local Bus, mit dem wir dann erst mal ein bisschen durch das Dorf fuhren. Dann blieben wir stehen und wurden alle raus gescheucht. Aber der Ersatzbus stand schon bereit. So ging es dann mit dem weiter. An uns zogen wie immer die Reisfelder und die Landschaft des wirklich schönen Vietnams vorbei. Dann kamen wir irgendwann an einer Tankstelle an. Dort blieben wir dann wieder stehen. Es machte den Anschein, dass noch nicht einmal die Einheimischen wussten, was gerade los war. Manche steigen aus, manche liefen ein bisschen rum. Planlosigkeit bei jedem. Irgendwann kam dann noch ein anderer Bus, der sich technisch wohl auf dem gleichen Niveau befand, wie der Erste. Mit diese ging es dann die letzten Kilometer nach Dong Hoi, wo sich der Bahnhof befand. Dort angekommen, mussten wir dann wie immer den kleinen Ansturm an Taxifahrern überstehen, bevor wir dank Google Übersetzter einem der Busfahrer klar machen konnten, dass wir den Bahnhof suchten. Er lotste uns in eine Richtung, welche auch grob mit Google Maps übereinstimmte. Was würde man nur ohne die Technik machen...


Eine weitere Frau mussten wir dann noch Fragen, wo wir den hinmussten. Sie fand das auch sichtlich lustig, als wir alle unser „Tuuut Tuuut und Tuff Tuuff“ machten. Sie wusste nicht was wir meinten, also wurde wieder das Handy mit der Übersetzungsapp gezückt. 
So kamen wir nach etwas mehr als zwei Kilometern endlich am Bahnhof an. Da wir noch ungalublich viel Zeit hatten, kehrten wir erst einmal in einer Garküche ein und genehmigten uns schöne Banh Mi‘s. Die Besitzerin hatte viel Spaß mit uns und verabschiede sich dann am Ende mit einer klassischen „Brofist“. 
Dann gingen wir um Bahnhof und guckten uns die Preise an, welche uns etwas schockten. Ca. 800.000 Dong sollte ein Ticket kosten. Wir kehrten erst mal um und fanden heraus, dass ein Busticket wohl 300.000 kosten würde. Allerdings mussten wir noch zum Busbahnhof kommen. Außerdem wollten Mark und Dylan extrem gerne den Zug nehmen. 
Nach langem überlegen, kauften wir dann die Zugtickets. 
Danach aßen wir noch in einer anderen Garküche etwas und dann warteten wir auf den Zug. Der kam erst um 6 Uhr soweit ich mich erinnere. 
Das finden des richtigen Abteils war nicht ganz so leicht, und die Gänge im Zug waren definitiv auch nicht für Leute mit fetten Rucksäcken gemacht.
Nach kurzer Suche waren wir dann aber da. Mit einer vietnamesischen Familie aus Hanoi machten wir es uns bequem und schliefen eigentlich auch alle schnelle ein. 
Der Schlaf war sicherlich nicht der erholsamste aber besser als in einem Bus allemal. 
Um halb zwei waren wir dann in Hanoi und der Schaffner sah auch zu, dass er uns schnell aus dem Zug warf. Dabei war es sowieso Endstation. Der Andrang der Taxifahrer war nichts im Vergleich zu Dong Hoi, aber wir überstanden auch diesen. So wanderten wir dann erst mal durch die verlassenen Straßen des nächtlichen Hanoi‘s und kamen nach einem guten Marsch an dem Hostel an, in das wir eigentlich einchecken wollten. Die Tür war schon zu, aber nach einiger Weile wurden wir hereingelassen. Leider hatte das Hostel dann doch keinen 24 Stunden Check-In, womit wir nur unser Gepäck abladen konnten. 
Und was machten wir am liebsten? Richtig, Essen! 
Es war allerdings nicht gerade einfach, Essen zu dieser (Tages-)zeit aufzuspüren. Schließlich fanden wir aber eine Straße, in der noch einige Leute Suppen am köcheln hatten. Aber natürlich verlangten alle exorbitante Preise. Kein wunder wenn man drei Weißgesichter um 4 Uhr Nachts sieht, versucht man natürlich diese erst recht über‘s Ohr zu hauen. 
Wir versuchten die einzelnen Stände gegeneinander auszuspielen, was aber nur bedingt klappte. Wir entschieden uns also für eine Art Restaurant, wo es Stühle gab. 
Mark und Dylan wollten noch ein Banh Mi, aber am Ende bekamen sie nur ein Baguette von einem jungen typen, der nicht gerade als nett beschreiben werden kann. Dann aber kam der Boss. Er war sichtlich empört, wie wir behandelt wurden und tat alles, um unser kleines Mitternachtsmahl noch so angenehm wie möglich zu machen. 
Ab fünf Uhr liefen wir dann also einfach so ein bisschen durch die Straßen, denn Check-In war ja erst ab 14 Uhr möglich. 
Interessant waren die ganzen Leute die Pilates an einem See in der Stadt machten. Teilweise sah das ganze sehr amüsant aus. 
Dann war es irgendwann halb sechs und die ersten kleinen Stände machten auf. Wir hockten uns auf die winzigen roten Hocker und genossen erst einmal einen Becher Kaffee. Dann wanderten wir zum nächsten und tranken noch einen. Dort probierte Dylan dann auch von einem Einheimischen Tabak, der quasi durch eine Bong gezogen wurde. Man konnte ihm ansehen, dass dieser ziemlich stark war :D
Wir wanderten dann noch etwas umher, aßen mehr und dann traf Dylan noch ein paar alte Freunde wieder. Diese waren in einem anderen Hostel, wo man schon um 12 Uhr einchecken konnte. Das machten wir dann natürlich. Und dann hieß es erst einmal Entspannen, Duschen und Nichtstun.
Dylan‘s Freunde wollten uns dann noch zu einer Wandertour überreden, aber ich hatte wenig Lust und auch nicht wirklich die Zeit dazu. 








Viel lieber fuhr ich am nächsten Tag nach Cat Ba Island.
Cat Ba liegt in der Halong Bay Region und ist nicht ganz so überlaufen, wenn auch immer noch ziemlich voll mit Touristen. Dylan und Mark wollten noch einen Tag in Hanoi bleiben, also brach ich am nächsten Morgen alleine auf. Mit einem Moped ging es zum Busbahnhof. Man muss sagen, je mehr man in den Städten auf Mopeds unterwegs war, desto mehr Sinn machte der Verkehr und es kam einem schon fast geordnet vor. 
Dann stieg ich in einen der Busse und traf ein Mädel und einen Typen von den Phong Nha Caves wieder. Dann mussten wir auf ein Speedboot wechseln, mit dem wir eine halbe Stunde lang über das Meer peitschten. Dann ging es wieder in einen Bus, in dem dann leider nicht mehr alle sitzen konnten. Doch die Betreiber wussten sich zu helfen und stellten die kleinen roten Hocker in den Gang :D
Die Straßen machten Lust, sich einen Scooter zu mieten und einfach nur über die Insel zu brettern. 
Doch erst einmal mussten wir dann in der „Hauptstadt“ der Insel in ein Hostel einchecken. Keiner von uns hatte vorher gebucht, aber ich wusste eigentlich schon wo ich hin wollte.
Beim Einchecken dann der Schock. Wo zur Hölle war mein Pass? - Jop, noch im Hostel in Hanoi. Dumm gelaufen, aber Dylan und Mark würden ja am nächsten Tag auch kommen. Nach einem Anruf war das dann auch geklärt. 
Das Hostel stellte sich als ziemlich schick heraus. Doch es ging erst mal im Hafen etwas essen. Und wen sah ich dann schon wieder über die Straße laufen? Naaa klar, meine zwei Lieblingsdeutschen. Johannes und Otto. Die anderen aus dem Bus stießen dann alle langsam dazu, doch ich verabschiedete mich dann doch recht schnell, da ich die letzten 48 Stunden noch in den Knochen spürte. 

Zusammen mit Johannes und Otto miete ich mir dann Scooter. Schnell zur Tanke, zwei Banh Mi für jeden und dann ging es ab. Das ist wahrscheinlich eine der besten Sachen die man auf Cat Ba machen kann. Heizen!!!! Wie eigentlich fast überall in Vietnam :D
Erstes Ziel, war ein Nationalpark, in dem wir ein bisschen wandern wollten. Doch nach fünf Kilometern fanden wir alle, dass der Park irgendwie so aussah, wie schon 20 davor. Also drehten wir um und verbrannten stattdessen Benzin! 
Wir hielten an einer gesperrten Höhle, kletterten über den Zaun und bahnten uns unseren Weg, nur mit einer Handylampe, durch die Höhle. Über uns flitzte ab und zu mal eine Fledermaus vorbei.
Dann ging es weiter. Wir verfuhren uns ein bisschen, fanden dann aber schnell den richtigen Weg. Es gab ja sowieso nur eine Handvoll Straßen auf der Insel. Wir mussten ein paar Baustellen passieren, einmal flog mein Zündschlüssel bei voller Fahrt weg, aber ansonsten machten die Straßen einfach nur Spaß. 
Otto riskierte dann mit einem fast leeren Tank weiter zu fahren, blieb natürlich stehen und musste dann von uns zur Tanke geschoben werden...
Dann war der Tag auch schon wieder fast um. Mit Johannes hielt ich noch an ein paar Steilklippen und einem Berg, von dem man die ganze Stadt sehen konnte, während Otto schon ins Hostel fuhr. 
Gerade als wir die Scooter wieder abgaben, kam Dylan auf einem Bike vorbei und hatte etwas ganz wichtiges im Gepäck. Später checkten die beiden dann noch im gleichen Hostel ein und mit einer großen Gruppe ging es dann noch was Essen. 

Was ich am nächsten Tag machte, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr genau. Könnte sein, dass das mal wieder ein Blog und Gammeltag war.





Den Tag darauf stieg ich dann aber in einen Bus, zurück nach Hanoi. Ich hatte nicht mehr so viel Zeit das Land zu verlassen und es sollte sich noch auszahlen, dass ich nicht auf den letzten Drücker gefahren war.
Die Überfahrt war ereignislos, nur dass ich ein weiteres Mädel von den Phong Nha Caves wieder traf ist vielleicht erwähnenswert. 
Mit etwas Glück, hatte ich am Vortag noch ein kostenloses Hotel in Hanoi bekommen, wo mich dann ein weiterer Mopedfahrer hinbrachte. Das Hotel lag im „Metallviertel“ der Stadt, war aber super schön und ich hatte schon fast ein pervers großes Zimmer. Viele Straßen in Hanoi, bzw. Vietnam kann man meist einem Überthema zuordnen. Weitere berühmte Vertreter wären die Juwelier- und Schrottstraßen. 
Dann galt es noch ein paar Vorbereitungen für Laos zu treffen. ich brauchte zB. US-Dollar, welche sehr, sehr schwer in Vietnam zu bekommen sind. Banken geben sie überhaupt nicht heraus, und ansonsten werden sie so halb unter der Theke gehandelt. 
Da ich aber noch ein Busticket brauchte, fragte ich gleich in dem Büro ob sie nicht welche hätten. Und die hatten sie. Bündelweise :D
Dann war alles erledigt. Ich ging noch mal zurück ins Hotel, dann war ich Abends mit Linda verabredet, welche ich mal in Borneo kennen gelernt hatte. Sie hatte bzw. lebte wieder in Vietnam für ein paar Monate. 
Abends holte sie mich dann mit ihrem Scooter ab. Dann mussten wir noch die Jahrhundertflut ausstehen, bevor es mit einem Helm von der Rezeption los gehen konnte. 

Wir aßen in einem urigen Laden, welchen man nur kennen konnte, wenn man schon halb Einheimischer war. quasi im Wohnzimmer einer Familie befand sich ein kleines Restaurant, welches aber richtig gut war. Wir verbrachten fast den ganzen Abend ab dem winzigen, angeschlossenen Balkon. Wir stoppten noch kurz da ich noch ein paar Sachen brauchte. Da traf ich dann noch einen Typen mit dem ich mich einmal auf Koh Rong in Kambodscha bei einer Party unterhalten hatte. Die Welt ist klein. 
read more
Blogger Template by Clairvo