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Dienstag, 8. April 2014

Kota Kinabalu


Geschehnisse vom 04.03. - 07.03.2014:

Am nächsten Tag galt es dann nach ein bisschen Ausschlafen, die Stadt zu erkunden. All zu viel gab es eigentlich nicht zu tun, weshalb meine kleine Stadttour auch schnell zusammengebastelt war. 
Fragt nicht warum, aber ich hatte eine Mall in die Route aufgenommen, die sich aber als ziemlich enttäuschend herausstellte. Dann ging es am Wasser entlang in Richtung des Nightmarkets. Dieser war logischerweise noch nicht aufgebaut, aber auch so gab es schon ein paar Waren. 
Dann führte mich mein Weg, weg vom Wasser, in Richtung mehr bewohnter Viertel. Man sah wie immer viele kleine lokale Restaurants. Ich ging an meinem Hostel vorbei und dann ging es ein paar Stufen auf einen Berg herauf, von dem aus man die Stadt überblicken konnte. Ich ging noch ein bisschen weiter, aber auf der anderen Seite des Berges ließ sich nichts spannendes finden. So ging ich dann erst mal zurück ins Hostel. 
Dort traf ich dann Abends noch einen Norweger. Mit ihm ging es dann auf den eigentlichen Nightmarket. Es hatte sich deutlich gefüllt. Der leere, überdachte Platz hatte sich in ein Labyrinth aus kleinen Wagen und Ständen verwandelt. Überall dampfte es, wohlige Gerüche stiegen einem in die Nase und das Rot, der marinierten Hähnchenflügel, die auf dem Grill brutzelten, war so intensiv, dass wir einfach nicht widerstehen konnte. Das Problem war nur, wo sollten wir anfangen? 
Am Ende bot unser Magen nur Platz für ein Gericht. Wir entschieden uns für die Hähnchenflügel und besonders gut aussehenden „Mie Goreng Ayam“. 
Wir kamen auf den Mount Kinabalu zu sprechen, über dessen Besteigung wir beide nachdachten. Und so fingen wir schon an grobe Pläne zu schmieden wie wir diesen kleinen Viertausender denn am besten angehen würden...

Am nächsten Tag passierte nicht all zu viel. Ich informierte mich hauptsächlich zum Mount Kinabalu. Leider führte das dazu, dass ich mir nicht mehr ganz so sicher war, die Besteigung zu versuchen. Zum einen war da der Kostenfaktor. Wir hätten eine Eintages-Besteigung versucht. Die andere Möglichkeit wäre mit Übernachtung im Camp gewesen, für das man dann aber mal eben knapp 250 Euro bezahlen sollte.
Aber auch die Eintages-Besteigung, würde sich durch alle möglichen Gebühren summieren. 
Das hätte ich evtl. noch in Kauf genommen, aber dann gab es auch nur zwei Genehmigungen pro Tag. Das verkleinerte schon mal die Chancen. Außerdem ist es leider so das 50% der Leute die einen Eintages-Aufstieg versuchen, die Höhenkrankheit bekommen, was dann auch nicht mehr so spaßig ist.
Und so kam es leider, dass ich für mich entschied, dass ganze doch nicht zu machen. 
Abends gingen wir dann noch mal als etwas größere Gruppe ein Beefsüppchen und Bierchen schlürfen und anschließend noch auf den Nightmarket. Dort kauften sich ein paar aus unserer Truppe, exotische Früchte und ich ein ABC (Ais Batu Campur). Das ist das Nationaldessert von Sabah, soweit ich weiß und besteht aus Rasureis, süßem Mais, roten Bohnen, grass jelly (so eine Art Gelee), Saft und Kokosmilch. Hört sich erst mal sehr abenteuerlich an, schmeckt aber ziemlich gut muss ich sagen. Auf dem Rückweg machten wir dann noch die absurde Entdeckung eines Ferrari‘s vor einer kleinen Bar, der einfach mal so gar nicht ins Stadtbild passen wollte. Und sicherlich ist es auch kein Spaß ihn bei dem Verkehr in Kota Kinabalu zu fahren...

Am Donnerstag verließen dann relativ viele Leute das Hostel. Da ich mich aber noch nicht entschieden hatte, was ich statt dem Mount Kinabalu machen sollte, blieb ich erst mal noch eine Nacht. 
Ich hatte nebenbei, seit Kuching, auch versucht ein Bett im Schlafsaal des Mulu Nationalparks zu bekommen. Das stellte sich jedoch als ziemlich schwierig heraus. Entweder waren die Betten ausgebucht, oder man antwortete nicht auf meine Mails. Und meine Anrufe wurden auch nicht angenommen. Einmal stand ich kurz vor dem Durchbruch, dann stiegen die Flugpreise aber derart, dass es sich für mich nicht mehr lohnte. An jenem Donnerstag versuchte ich dann noch mal anzurufen, da es billige Flüge für die nächsten Tage gab. Ich hatte mir außerdem noch überlegt, ein bisschen Zeit an einem anderen Ort zu überbrücken. Aber auch dieses Mal nahm niemand ab. Damit war die Sache dann auch endgültig für mich durch. Ein weiterer Rückschlag im Kapitel Borneo!
Den Rest des Tages verbrachte ich damit, am Blog zu arbeiten, oder das gute Essen in Kota Kinabalu zu entdecken.

Und auch den Freitag blieb ich noch in Kota Kinabalu. Tat aber wieder nicht all zu viel. Blog. Essen. Und Abends auf den Berg, um den genialen Sonnenuntergang zu fotografieren. Das hatte ich mir schon nach dem ersten Abend vorgenommen, war aber nie dazu gekommen...

Abends entschied ich mich dann mal wieder spontan dazu, in ein neues Land zu reisen. Kambodscha war schon lange auf meiner Liste gewesen und auch ein kleines Traumziel, da ich nur gutes gehört hatte! 






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Brunei


Geschehnisse vom 02.03. - 03.03.2014:

Morgens musste ich dann wieder ein Taxi nehmen, um den Busbahnhof zu erreichen. Eigentlich war der Plan mit einem großen Bus nach Brunei zu fahren. Aber irgendwie geriet ich an diesen Minibus, der den gleichen Preis anbot. Und da Minibusse meist schneller sind und mich dazu noch nahe meiner Unterkunft absetzen würden, nahm ich natürlich den. Grenzübergang war kein Problem. Und so kam ich gegen Mittag in der Innenstadt von Bandar Seri Begawan an. Das einzige Hostel der Stadt, hatte anscheinend zu gemacht, womit ich dann an dieses relativ billige chinesische Guesthouse geriet. Das hatte einen Dorm mit sechs Betten und war das billigste was die Stadt zu bieten hatte. 
Dann wanderte ich erst einmal durch die Stadt. Zur Moschee, die mit Gold überzogene Dächer hat, zur „Kampong Ayer“ - der größten über dem Wasser gebauten Stadt bzw. Vorstadt und einfach durch die Straßen. Es war gerade eine Art Bootsrennen im Gange, allerdings waren viele Bereiche abgesperrt und der Spannungsfaktor war auch eher gering. Aber für die Leute in Brunei war es sicherlich mal eine Abwechslung vom Alltag. Ansonsten gibt es nicht viel zur Bespaßung der Bewohner. Alkohol ist im gesamten Land verboten und so vertreibt man sich die Zeit mit shoppen oder Essen. 
Essen war ich dann auch. Für einen knappen Euro, das angeblich bekannteste Hähnchen und Reis der gesamten Stadt. Der Preis überraschte mich ziemlich, da das Preisniveau ansonsten ziemlich hoch ist. 
Dann war ich kurz zurück im Guesthouse, bevor ich zum Museum des Sultans/ Bruneis aufbrach. Dort musste man dann erst mal all seine Sachen einschließen. Man könnte ja Fotos machen. Ansonsten war das Museum ganz lustig. Alle vom Sultan erhaltenen Geschenke waren dort ausgestellt, sowie Paradewagen und anderer Klimbim. Aus Deutschland hat er mal eine ziemlich große Glasvase bekommen ;)
Sehr amüsant war auch der Abschnitt wo aus den jungen Jahren des Sultans berichtet wurde. Dort hieß es dann z.B., dass der Sultan sehr gerne Sport mache. Badminton, Golf und er habe sogar (hört, hört) an einem 2000m Meter Lauf teilgenommen. Generell ist er einfach nur toll und kann sowieso alles. - Erinnerte mich alles sehr an den Film „Der Diktator“.
Zurück im Hostel traf ich dann Erik aus der Slowakei. Da es im Guesthouse kein Wifi gab, suchte ich kurz darauf das einzige Café der Stadt auf. Dieses hatte praktischerweise sogar 24h geöffnet. Wenig später kam Erik auch vorbei. Zusammen gingen wir dann, erneut in dem Laden Essen, bei dem ich schon zum Mittag war. Aber es war echt gut. Und ich bin ja schließlich Backpacker. 
Unser Zimmer hatte sich in der Zwischenzeit überraschenderweise gefüllt, aber alle waren nur für einen Tag in Brunei und würden am nächsten Tag weiter reisen.





Und genau das gleiche tat ich dann auch. Abends informierte ich mich noch wo der Bus nach Kota Kinabalu abfahren würde. Ich hatte im Internet gelesen, dass dieser keinen richtigen Abfahrtspunkt hatte, aber das schien sich in der Zwischenzeit auch schon wieder geändert zu haben. Ich musste nur aus dem Guesthouse heraus und dann immer geradeaus, bis ich am Wasser war. Dort würde der Bus dann stehen. 
Und tatsächlich stand er dann dort morgens bereit. Ich stieg ein, bezahlte und dann konnte der Spaß losgehen. 
An sich gab es keine besonderen Ereignisse. Man sollte aber vielleicht erwähnen, dass es eine Besonderheit gibt, wenn man von Brunei nach Kota Kinabalu mit dem Bus fährt. Man bekommt acht Passstempel an der Zahl. Das liegt daran, dass man Brunei verlässt (1), dann nach Sarawak einreist (2), Sarawak wieder verlässt (3), dann wieder einen Zipfel Brunei durchfährt (4 und 5), dann wieder nach Sarawak ein - und ausreist ( 6 und 7), bevor man dann nach Sabah einreist (8). Verwirrend, aber eigentlich ganz logisch. Liegt hauptsächlich daran, dass Malaysien‘s Bundesstaaten alle verschiedene Regierungen haben.
Nach dem ständigen ein - und aussteigen, kamen wir so dann gegen drei Uhr in Kota Kinabalu an. Gestartet war ich gegen sieben Uhr morgens. 
Da ich nicht genau wusste, wo ich lang musste, fragte ich eine Taxifahrerin, die mir netterweise auch weiterhalf. Und das ohne mich noch groß zu belästigen, ob ich nicht doch lieber mit ihrem Taxi dort hinfahren würde. 
Das Hostel war dann nach erneutem Nachfragen, in einem anderen Hostel schnell gefunden. Im Zimmer traf ich dann drei Engländer wieder, die schon in Kuching im gleichen Zimmer wie ich waren. Man trifft sich immer wieder...

Abends ging es dann noch mal raus was Essen. Ich fand einen Laden, der eine Art Buffet mit lauter lokalen Köstlichkeiten anbot, wo ich natürlich erst mal alles durch probierte.
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Donnerstag, 3. April 2014

Sibu und Miri - Planänderungen und die Mafia

Geschehnisse vom 26.02. - 01.03.:

Am nächsten Tag reisten Sadie und Linda dann ab. Sadie flog auf die Philippinen und Linda flog in den Norden von Borneo nach Kota Kinabalu. Aber nicht nur die beiden reisten ab. Das Zimmer leerte sich an diesem Tag komplett. Alle reisten ab. So hatte ich einen relativ ruhigen Tag. Ich wollte mir die kleine Stadt dann noch mal von oben angucken. Allerdings war der Turm, der diese Möglichkeit bot, leider geschlossen. Nur ein paar komische Leute machten am Fuße dessen ein paar noch komischere Übungen. So eine Art Yoga. Hatte jedenfalls etwas Ähnlichkeit, wenn auch nicht viel...
Für den nächsten Tag buchte ich mir dann noch ein Taxi zum Pier, von dem aus ich mit einem Speedboot nach Sibu. Dort wollte ich dann eine Nacht bleiben, um dann den Weg nach Kapit fort zu setzten. Um dann schließlich von dort noch weiter in den Dschungel zu fahren. Das war jedenfalls der Plan, der Abenteuer versprach. 


Der geschlossene Turm


Sibu:

Am nächsten Tag brachte mich das Taxi also zum Pier, ich holte mir eine Karte, wurde dieses mal ausnahmsweise nicht für eine Frau gehalten, ging auf‘s Boot und wartete erst mal. Das Boot war in ganz guter Verfassung und ich hatte es mir oben an der frischen Luft bequem gemacht. Das Gepäck wurde in die Mitte geworfen und am Ende mit einer Plane gesichert. Hm, es sah so aus, als ob es stürmisch werden könnte. 
Dann erwachten die, geschätzt, fünf Außenborder zum Leben und zeigten gleich mal was in ihnen steckte. Eine Menge PS. Wir schlängelten uns mit dem Fluss durch das Land, bis wir einen Teil relativ offenes Meer erreichten. 
Ab da wurde es dann etwas anders. Das Boot fing deutlich an, über die Wellen zu springen und sich von rechts nach links zu werfen. Von „neigen“ konnte schon gar nicht mehr die Rede sein...
Als ich dann mehrmals eine ordentliche Ladung Wasser abbekam, wechselte ich den Platz. In der Mitte des Bootes und im Windschatten ließ es sich dann gut aushalten. Neben mir waren zu diesem Zeitpunkt nur noch zwei andere Locals an Deck. Alle anderen hatten sich reingesetzt. Aber, auch wenn ich nicht sehr anfällig für die liebe Seekrankheit bin, dass hätte mir den Rest gegeben. 
Nach einer guten Stunde erreichten wir dann wieder ruhigere Gewässer. Der Fluss schlängelte sich wieder durchs Landesinnere und wir machten noch einen Stopp, bevor wir in Sibu ankamen. 
Wie immer wurde man kurz von Leuten belatschert, ob man nicht dies und das Boot nehmen wolle, oder vielleicht ein Taxi bräuchte. Komischerweise war es aber relativ verhalten. Was war da los?
Da ich mir schon einen Ort ausgeguckt hatte, an dem ich nächtigen würde und auch wusste wo dieser lag, konnte ich ganz entspannt dort hin stapfen. Im Hotel angekommen, wurde ich von einer sehr netten Rezeption empfangen und entschied mich dann für ein sagenhaft billiges Zimmer. 
Das war, bis auf die etwas alte Ausstattung und deutlichen Gebrauchsspuren aber ganz gut. 
Da mein Magen etwas knurrte und ich auch noch den Tempel in der Stadt angucken wollte, machte ich mich auf nach draußen. 
Eine Sache ließ mich an dieser Stadt aber nicht los. Es fühlte sich einfach nicht richtig an. Die ganze Atmosphäre war komisch. Das lag zum einen daran, dass es eine dreckige, hässliche Hafenstadt sein mag, aber auch an den Menschen. Man wurde in einer Tour angestarrt. Und das nicht in einer netten Weise. 
Der Tempel stellte sich als langweilig heraus. Aber ich fand einen Supermarkt der ganz leckere Backwaren hatte. Da es dann noch anfing wie aus Eimern zu schütten, verbrachte ich bestimmt eine halbe Stunde damit, durch die komplett langweilige Mall zu laufen. Dann hatte es etwas nachgelassen, womit ich mich zu frieden gab. 
Zurück im Hotel las ich dann mal etwas genauer über die Stadt. Die Wörter: Mafia, Korruption, etc. vielen dabei des öfteren mal. Naja, wenigstens hatte ich jetzt eine Erklärung für die „Atmosphäre“. 
Abends ging es dann noch mal raus, um was zu Essen. Ich kehrte in einen der etlichen lokalen Läden ein. Nicht das es irgendwelche westlichen gegeben hätte...
Man war mal wieder sichtlich überrascht ein Weißgesicht zu sehen, freute sich aber darüber, das dieses ein paar Brocken Malay sprach und auch wusste mit Stäbchen umzugehen.


Einziges Bild aus Sibu, aus dem Hotelfenster heraus...


Miri:

Am nächsten Tag hieß es dann die Reise gen Dschungel fortsetzten. Zum Pier war es nicht weit. Als ich mich gerade nach einem Boot Richtung Kapit umsah, kam mir ein älteres Ehepaar entgegen, welches ich schon auf dem Boot von Kuching nach Sibu getroffen hatte. Und von ihnen bekam ich dann die schlechte Nachricht. Da der Fluss zu niedrig war, gab es zwar Boote nach Kapit, von dort dann aber keine weiteren, noch tiefer in den Dschungel hinein. Joa, so stand ich da erstmal da. Ganz dumm gelaufen. Da es in Kapit aber sowieso nichts zu tun gab, entschied ich zu versuchen, noch am selben Tag nach Miri zu kommen. Das würde zwar eine sehr amüsante Organisation werden, aber so bekam ich wenigstens ein bisschen Abenteuer. Stadtabenteuer. Yeahh.
Ich also zurück zum Hotel. Dort nachgefragt, welche Möglichkeit es gäbe es noch nach Miri zu schaffen. Die lieben Damen der Rezeption waren dann aber anscheinend so glücklich mich wieder zu sehen, dass sie alle durcheinander redeten, was mir im Endeffekt auch nicht half. Aber sie waren gleichzeitig auch sichtlich von meiner misslichen Lage mitgenommen. Das einzige was ich dem Wortschwall entnehmen konnte, war dann, dass es ein Busterminal außerhalb der Stadt gab. Und da würde irgendein Bus hinfahren. Oder ein Taxi. 
Da mir das alles noch etwas schwammig war, guckte ich noch mal schnell im Internet. Dort war dann schon etwas spezifischer angegeben, dass den ganzen Tag über Busse fahren würden. Das erstaunte mich ziemlich. Allerdings war es schwer mit öffentlichen Transportmitteln zu dem Terminal zu kommen. Und wenn dann nur einmal stündlich. Also musste ich in den sauren Apfel beißen und ein Taxi nehmen. 
Ich verabschiedete mich erneut von den Damen, welche mir alles Gute wünschten und ging zurück zum Pier, wo auch ein paar Taxis rumstanden. Ich fragte einen, der mich dann an den nächsten Taxifahrer weiterleitete. Dieser war dann anscheinend bereit mich dort hin zu bringen. Nach sehr, sehr, sehr harten Verhandlungen über den Preis waren wir uns schließlich einig. 
Nach 20 Minuten fand ich mich so an dem Busbahnhof wieder. Es stürmten gleich ein paar Leute auf mich ein. Die Busgesellschaft, über die ich die besten Sachen gelesen hatte, fuhr natürlich erst wieder um drei Uhr, womit ich in der tiefsten Nacht ankommen würde. Aber es gab einen Bus der Zeitnah abfuhr. Und der war sogar billiger. 
Und ehrlich gesagt war der auch schwer in Ordnung. Wir hielten einmal an, ich kaufte mir ein bisschen Gebäck, womit der Magen dann auch zufrieden war. 
Ich glaube gegen vier Uhr waren wir dann in Bintulu. Dort steigen ein paar Leute aus, ein paar ein. Ich blieb sitzen. 
Und schließlich kamen wir in Miri an. Gegen Neun glaube ich. Um Eins war ich gestartet. 
Auf dem dunklen Busbahnhof konnte ich nur ein Taxi ausmachen, dass ich mir dann am Ende noch mit einem Local teilte. Auf dem Weg zur Stadt musste dann erst mal noch getankt werden, bevor ich dann gegen 10 am Hostel war. 
Als alles ins Zimmer geschmissen war, ging ich erst mal was Essen. Und dann freute ich mich nur noch über eine sehr gute Dusche.

Am nächsten Tag bekam ich dann Gesellschaft im Zimmer. Das war nebenbei bemerkt nur ein Zweibettzimmer. Richtig große Zimmer hatte das „Hostel“ wohl nicht.
So zog ich dann erst mal mit einem Local los. Er war auf Geschäftsreise, hatte die Nacht zuvor im Mariott gewohnt, aber einen Tag Puffer, bevor er zurück nach Kuala Lumpur flog. Wir gingen zu einer traditionellen malaysischen Bäckerei und aßen dann in einem kleinen Laden. Dann gingen uns aber auch schon die Ideen aus. Wir spazierten noch durch eine Mall, dann war Miri für uns aber auch schon erledigt. 

Zu allem Überfluss funktionierte das Wifi im Hostel dann nicht mehr, was das weitere organisieren etwas schwer werden ließ. Aber irgendwann ging es dann wieder und ich stürzte mich auf das nächste Land auf meiner Route. Brunei.


Einziges Bild aus Miri...

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Mittwoch, 2. April 2014

Bako Nationalpark und Urang-Utans


Der 24.02. und 25.02.:

Am Vorabend war ich noch mit Sadie und Linda ins Gespräch gekommen. Sie wollten, wie ich, den Bako Nationalpark besuchen. Wir hatten uns ein paar Infos rausgesucht und dann ging es Morgens um 6 Uhr los. Den Bus fanden wir relativ problemlos, was aber definitiv unserer Vorbereitung zuzuschreiben war. Denn Bushaltestationen oder feste Abfahrtsplätze gibt es eher nicht. Es hilft also die Nummer des Busses zu kennen.
Auf der gut 1 1/2 stündigen Fahrt verfärbte sich der Himmel schon bedrohlich schwarz. Am Pier zum Nationalpark angekommen war er dann schwarz. Pier? Ja, Pier! Wenn man zum Bako Nationalpark will, muss man erst den Bus nehmen und dann noch ein Boot. Es gibt keine Straßen dort hin. 
Dann ging natürlich erst mal die wilde Organisation los. Manche Leute wollten eine Nacht dort schlafen, andere waren nur für einen Tag dort. Am Ende waren aber alle glücklich. 
Ich weiß gar nicht mehr wie viel wir am Ende dann für das Boot bezahlt haben aber ich glaube um die 80 Ringgit. Unser Captain war ein älterer Herr, der sehr nett auf uns wirkte. Erst rauschten wir auf dem glatten Fluss entlang, bevor es auf die etwas rauere See hinaus ging. Aber er hatte alles unter Kontrolle. Er empfahl uns sogar die Schwimmwesten an zu ziehen. Nicht aus dem Grund, dass wir ins Wasser fallen könnten, nein, da wir so weniger nass werden würde. Alter Fuchs :D
Von einem Boot neben uns fiel dann noch der Motor aus, sprang dann aber nach 10 Versuchen wieder an, womit wir sie nicht abschleppen mussten. 
Als wir dann am eigentlichen Bako Nationalpark ankamen, fing es natürlich an zu regnen. Wir registrierten uns und warteten erst einmal ab. Es war viel Zeit uns eine Route zu überlegen, die wir dann auch dem Nationalpark mitteilen mussten. Für den Fall, dass wir nicht wieder auftauchen würden.
Im Restaurant holten wir uns ein paar Plastiktüten um unsere Elektronik zu schützen. Dann rein in den strömenden Regen. Nach 20m stellten wir uns dann allerdings wieder unter. Als es ein wenig nachließ ging es weiter. Eine Art Wildschwein begegnete uns, dann regnete es wieder so doll, dass wir uns erneut unterstellten. 
Dann ließ es wieder nach. Und dieses Mal hatten wir mehr Glück. Es wurde weniger und weniger. Außerdem schützten uns jetzt die Blätter des Waldes.
Auf unserem Weg hüpften Affen an uns vorbei, wir kletterten über Wurzeln, Gesteinsformationen und, und, und. Bis wir dann in einer kleinen Bucht ankamen. Dort machten wir kurz Pause, bevor wir weiterliefen.
Auf der zweiten Route kam dann sogar richtig die Sonne raus, was schon wieder fast zu heiß war. Am Anfang hatten wir noch ein bisschen Schatten, dann kamen wir jedoch aus dem Regenwald heraus. Die letzten 3 km ging es dann auf relativ plattem Land bis an die abfallenden Klippen. 
Wir hatten unserem Captain gesagt, dass wir gegen drei Uhr wieder zurück sein würden. Am Ende hatten wir dann sogar noch genug Zeit für ein bisschen Mittag. 
Zurück am Pier passten wir perfekt den Bus in die Stadt ab und dann hieß es erst mal dösen. 
Zurück in der Stadt, hielten wir kurz beim Supermarkt, steuerten dann aber sehr zielgerichtet auf das Hostel und unsere Betten zu. Zu viel Sonne und 10 km Laufen macht müde...
Abends gingen wir dann noch was Essen. Es war noch nicht all zu spät, vielleicht halb neun, aber die Straßen waren schon relativ leer. Wir kehrten in einem etwas besseren Lokalen Restaurant ein, womit der Abend dann langsam dem Ende entgegenglitt. 






Orang-Utans:

Borneo ist einer der wenigen Plätze auf der Welt, wo man Orang-Utans sehen kann! Wenn mich nicht alles täuscht gibt es auf der Welt nur zwei Plätze. 
Relativ spontan hatte ich mich am Vortag dann noch dazu entschlossen, diese haarigen, sanften, Riesen zu besuchen. In der nähe von Kuching gab es ein Wildlife Reserve, in dem irgendwann Mal, vor Jahrzehnten, ein paar Orang-Utans aufgezogen wurden, welche sich dann vermehrten und jetzt gibt es dort 30 oder 40. Sie leben frei, kommen aber natürlich gerne für die saftigen Leckereien immer mal wieder vorbei. 
Es stellte sich heraus, dass auch noch zwei englische Mädels am selben Tag dort hin wollten. Morgens trödelten die beiden dann noch etwas rum, hatten am Ende geradezu Panik, dass wir den Bus verpassen würden. Ich hingegen blieb (selbstverständlich) die Ruhe selbst. Ich meine wir waren immerhin in Malaysien. Und am Ende kriegten wir den Bus noch locker. 
Am Reserve angekommen, trafen wir noch zwei andere Engländer. Sie waren schon zum dritten Mal dort. Nicht aber weil es so toll war, sondern weil sich die andren Male keiner der Orang-Utans hatte blicken lassen. - Gute Voraussetzungen also...
Dann kamen auf einmal immer mehr und mehr Menschen. Es füllte sich schnell. Wir bekamen alle eine kurze Einweisung. Kein Essen oder Trinken mitführen, leise sein und falls einer der Affen deine Kamera haben will, überlasse sie ihm lieber freiwillig. 
Dann knisterten die Funkgeräte auf einmal. Und dann hieß es, dass an der einen Futterstelle Orang-Utans gesichtet wurden! 
Der Pulk setzte sich in Bewegung und staunte nicht schlecht als sich zwei Braune durch die Wipfel schwangen. Geschickt schnappten sie sich die Früchte, verzogen sich wieder an die Seile und schmatzen genüsslich.
Dann kam noch eine Mutter mit ihrem Jungen. Nach 20 Minuten knisterten die Funkgeräte dann wieder. Der dominante männliche Orang-Utan war auf dem Weg!!!
Auf dem Weg zur anderen Futterstelle, kamen uns noch zwei Orang‘s auf dem Weg entgegen. Schnell wurde Platz gemacht und der Atem angehalten. 
Wir warteten eine Weile vor der zweiten Futterstelle. Dann hörten wir die Äste krachen und die Blätter wackeln. Und das brechen der Äste und Stämme kam immer näher. Er war auf dem Weg!
Und dann kam er aus dem Urwald zwischen den Bäumen hervor! Vielleicht zwei Meter Groß, eher größer und nur so strotzend vor Kraft. Wenn man es nicht selber gesehen hat, ist die pure Dominanz nur schwer zu verstehen. 
Lustigerweise hatte der Park noch ein paar Krokodile, die wir natürlich auch nicht ausließen. Als wir dann von dort zurück gehen wollten, wollte Mr. Big Monkey auch gerade da lang, wo wir lang wollten. Wir überließen ihm sehr gerne den Vortritt. Und so verschwand er zwischen den Blättern. Nur noch das knacken der zu schwachen Äste war zu hören. 

Die Busfahrt wurde verschlafen. In der Stadt ging ich etwas bei einem der zahlreichen Straßenhändler essen. Abends ging es dann wieder mit Sadie und Linda los. Erst war der Plan auf der anderen Seite des Flusses zu Essen. Für 25 Cent konnte man mit einem kleinen Boot übersetzten. Als uns dort aber nichts richtig zu sagte, wir aber die Seite ein bisschen erkundeten, fuhren wir zurück auf die andere Seite. Ich hatte am ersten Tag einen Libanesen gesehen, den Linda zufällig auch im Blick hatte. War komplett leer, das Essen aber sehr gut! Jedenfalls Sadie‘s und meins. Linda hatte etwas Pech...





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Sonntag, 30. März 2014

Kuching


Geschehnisse vom 22.02. - 23.02.2014:


Nach dem Frühstück hieß es dann noch die Hotelrechnung begleichen. Wir hatten uns für eine Barzahlung entschieden, da es den ganzen Prozess des Teilens vereinfachte. Bei der ersten Bank waren natürlich meterlange Schlangen. Half nichts, wir stellten uns dazu. Ich hob ab, dann kurz darauf Isa. Dann fiel Isa aber auf, dass sie noch Geld für Essen brauchte. Also noch mal anstellen. Die Schlangen waren in der Zwischenzeit zwar kürzer, aber nun hoben zwei ominöse Gestalten Bündel von Bargeld ab. Einer von den beiden fuchtelte dann noch mit zwei Bündeln herum, die er aus seinem Rucksack zog. Manchmal wäre es cool Malaysisch zu können :D
Da die beiden offensichtlich dabei waren, den Geldautomaten leer zu machen und kein Ende in Sicht war, gingen wir etwas weiter in den Central Market. Dort waren natürlich alle drei Geldautomaten kaputt. Also zurück zu der ersten Bank. Die beiden Typen waren wohl in der Zwischenzeit von der Polizei gefasst worden und so hatten wir freie Bahn ;)
Allerdings hatte das ganze dann so lange gedauert, dass unsere Zimmerkarte abgelaufen war. Also noch mal zurück zur Rezeption und die Karte verlängern. Und dann endlich auschecken.
An der Hauptstraße der Stadt teilten sich unsere Wege dann. Isa ging zum Bus Richtung Singapur und ich zur Bahnstation die noch gut einen Kilometer entfernt war. 
Mit dem Zug ging es dann eine Station zu der Sentral Station. Dort suchte ich erst einmal den Zug zum Flughafen. Dann kam mir der Service einer vollwertigen Fluggesellschaft zu gute. Denn diese „Premium-Carrier“ bieten in der Sentral Station eine Gepäckaufgabe an. Komplett leer und mit super freundlichen Mitarbeitern. So musste ich meinen Backpack dann nicht die nächsten drei Stunden mit mir herumtragen, sondern ließ ihn dort. Um alles weitere kümmerten sich die netten Leute von Malaysia Airlines. Hoffentlich.
Ich setzte mich dann in den Highspeedzug zum Flughafen. Mit angeblich durchschnittlich 160 km/h bretterte dieser durch die Stadt und durch die Vororte. Der Zug war so schnell da, dass sich nicht mal ein kleines Schläfchen lohnte ;)
Wehmütig ging ich an der Malaysia Airlines Lounge vorbei, bevor ich mich auf eine harte Bank in dem viel zu kalten Wartebereich setzte. Aber wenigstens gab es free Wifi, yeaah!
Der Flug hatte leichte Verspätung, mein wie immer fabelhaft ausgewählter Sitzplatz 14A bot schön viel Beinfreiheit und so verschlief ich fast den kompletten Flug. Bis auf das Essen natürlich. 
Da Westmalaysien und Sarawak unterschiedliche Regierungen haben, musste ich noch mal durch die Immigration. Dann flott den Backpack geschnappt, kurz bevor ich in der Klimaanlagenhölle zu erfrieren drohte. Vor dem Gate wartete schon Amy, eine der Besitzerinnen, des Hostels, in dem ich mich für vorerst zwei Nächte eingebucht hatte.
Die kurze Fahrt in die City erstaunte mich etwas. Es war relativ modern, sauber und insgesamt versprühte alles einen angenehmen Flair. 
Das Hostel stellte sich als sehr gut heraus, war aber fast eher eine WG. Es gab nur 12 Betten und so kannte jeder schnell jeden. Ich zog dann erst mal los, mir einen kleinen Überblick über die Stadt verschaffen. An der Flusspromenade steppte der Bär. Ein paar Bands waren am Start und dazu noch kleine Essenswagen. Ich ging die Promenade einmal bis zum einen Ende, entdeckte eine UOB, füllte das Portmonee auf und ging bis zum anderen Ende. Dann durch ein paar schmale Straßen mit lauter asiatischen „Restaurants“. Davon sagte mir aber keins so recht zu. Hinterm Hilton suchte ich nach einem kleinen Laden, über den ich gelesen hatte, fand ihn aber nicht. Also weiter. Da fiel mir dieses kleine sehr gut besuchte Restaurant ins Auge. Durch die Neonreklame auch schwer zu übersehen. 
Gäste waren ausschließlich Einheimische und die Bedienung guckte mich schief an als ich nach einer Karte fragte. War wahrscheinlich das erste oder zweite Mal, dass sich ein Tourist dort hin verirrte. Auf der Karte fand ich nichts, was mir im ersten Moment zugesagt hätte, also hieß es eine Runde „Essens-Roulette“ spielen. Ich erinnere mich wage das ich ein Gericht mit knackigen Nudeln bestellte. Was dann am Ende vor mir auf dem Tisch landete entsprach einfach mal so gar nicht dem, was ich mir vorgestellt hatte. 
Der Teller war zum einen mal komplett überladen. Der Hauptteil war eine Suppe, nicht etwa die Nudeln. Dann gesellten sich zu nicht identifizierbarem Grünzeug, Fischbällchen, so eine Art Shrimp‘s und allerlei andere unbekannte Dinge. 
Fazit zu dem ganzen: Das Roulette habe ich wohl verloren. Aber die knackigen Nudeln waren so zahlreich, dass ich satt war, als der Teller noch zu 80% gefüllt war ;)
Nebenbei übte ich mich noch in interkultureller Kommunikation, indem ich zu dem Film der gerade lief mit einem älteren Herrn Faxen machte. Wir haben herrlich gelacht! 
Dann wurde nach einiger Zeit auf einmal hektisch der Kanal gewechselt, der Ton aufgedreht und dann hieß es auf einmal: Premier League! 
Und so kam es, dass ich mit den Chinesen und Malaien in einer Samstag Nacht Premier League, in einem recht schäbigen chinesischen Restaurant guckte. Spaßfaktor: Seeeeehr hoch!


Das chinesische Restaurant

Tag 2:

Am nächsten Tag hieß es erst mal lange schlafen. Mein Zimmer bestand zu 80% aus Langschläfern, wodurch das ganze sehr einfach war.
Dann machte sich aber langsam der Unternehmungswille bemerkbar. Ich las ein bisschen über die Stadt und insbesondere über die Restaurants. Denn eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist auf jeden Fall das aufspüren von gutem Essen. Nach einer Weile hatte ich mich auf einen Inder festgelegte. Es war ein kleiner Marsch dort hin, aber das würde auch nicht schaden. 
Am Tor des Restaurants hing dann natürlich ein Zettel der besagte, dass Sonntags erst am Abend geöffnet sei. Also musste eine Alternative her. Ich lief ein bisschen durch Old Chinatown, bis ich an einem chinesischen „Restaurant“ vorbeikam. In Singapur war ich ja schon einmal in den Genuss von geröstetem chinesischen Fleisch gekommen. Ab da war es um mich geschehen. Also nichts wie rein da und Schwein mit Reis bestellt. Wie damals in Singapur war es göttlich. Vielleicht sogar ein bisschen besser.
Nach dem Mahl machte ich mich auf, in Richtung eines Parks. Auf dem Weg kaufte ich mir noch ein komisches asiatisches Getränk, das nebenbei geschlürft wurde. 
Durch den Park ging es zu den Museen der Stadt. Ich erwartete nicht zu viel und das stellte sich auch als ganz gut heraus. Waren alle nicht sonderlich gut. Aber okay, Kuching ist in der Museenwelt wahrscheinlich auch eher ein Newcomer :D
Dann erspähte ich in der Ferne eine große Mall. Also nichts wie rein da. Auch diese konnte aber nicht ganz so überzeugen. Kein Laden der mich wirklich ansprach.
Aus der schön runter gekühlten Mall führte mich meine kleine Stadttour dann weiter zur little India Street. Ich hatte schon gelesen, dass sie von Hauptsächlich Chinesen übernommen worden war. Und ehrlich gesagt konnte ich auch nichts deutlich indisches mehr an der Straße erkennen.  

Dann war ich erst mal alle. Bis zum Dinner ging es zurück ins Hostel. Der Inder stellte sich dann später noch als sehr gut heraus.

Old Chinatown

High School


Little India Street

In dem Gebäude war das Hostel

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Dienstag, 18. März 2014

Kuala Lumpur


Geschehnisse vom 19.02. - 21.02.2014 in Kuala Lumpur:

Wie wir alle wissen schlafe ich gerne lange. Ganz anders ist da die Isa. Zum Glück ist sie Frühaufsteherin, sodass wir den Tag schon immer früh begannen. Das Frühstücksbuffet im Hotel war ganz gut. Deutlich besser als im Hotel in Kuta.
Ich als alter Navigator hab uns dann erst mal eine kleine Route zusammengebastelt. Als erstes ging es zum Central Market. Ein überdachter Markt, in dem man mal wieder allerhand Klimbim kaufen konnte. Von Holzschnitzarbeiten bis zum „I love KL“ - T - Shirt, war alles dabei. 
Dann ging es weiter entlang am „Fluss“. Jedenfalls sah der Abwasserkanal auf Google Maps noch aus wie ein Fluss...
Das hätte ich natürlich besser wissen müssen, da die ganze Stadt schon einen dreckigen Eindruck machte. Irgendwie kamen wir dann zu den Petronas Towers. Das wahrscheinlich bekannteste Gebäude von Kuala Lumpur, ist 452m hoch und damit so ziemlich mit das größte was die Stadt zu bieten hat. Außer den Petronas Towern gibt es noch den Menara Tower. Dieser ist immerhin 420m hoch. Und besitzt ein, sich um die eigene Achse drehendes, Restaurant. Kommt uns irgendwie bekannt vor!? :D
Es fing so allmählich an heiß zu werden, weshalb wir uns sehr über die klimatisierte Mall unterhalb der Tower freuten. Das hochfahren, auf den Aussichtspunkt, war uns zu teuer und außerdem legte sich schon wieder der charakteristische braune Nebel über die Stadt. In der Mall waren die üblichen Designer vertreten. Ein paar mittel preisige Geschäfte gab es auch. Und in einem der Shops konnte ich sogar eine relativ billige Shorts ergattern. 
Danach drehten wir noch eine Runde durch den Menschenleeren Park am Fuße der Tower, während die Sonne nur so auf uns hinab brutzelte. Über einen kleinen Umweg kamen wir in eine Art Stadtzentrum. Jedenfalls ließ die Dichte an Malls und Läden dies vermuten. 
Keine Ahnung, warum wir dann durch das arabische Ghetto gelaufen sind, doch wir kamen an einer ganz passablen Straße raus. In einem kleinen gemütlichen Restaurant, das komplett leer war, ließen wir uns nieder und verdrückten Chicken Sweet Sour zum Mittag. Gestärkt ging es also weiter. Das Phänomen der plötzlich auftauchenden Ghettos begegnete uns noch ein paar mal, bevor wir zu einer Elektromall kamen, in die Isa wollte. Über 8 Stockwerke verteilten sich dort kleine Elektrostände. In jeder Etage so ziemlich das gleiche. Und waren die zwei Weißgesichter erst mal gesichtet gab es kein halten mehr. „Sir, Madam, Phone, Phone, Phone?“ „Laptop, Laptop, Tablet?“. Aber in der Hinsicht bin ich ja schon ganz gut abgehärtet. Doch am Ende hat meine kleine Wutader an der Stirn doch etwas deutlicher pulsiert als es normalerweise üblich wäre...
In der Sengenden Hitze kamen wir dann irgendwann im Hotel an. Unsere Klimaanlage im Zimmer war Gold wert. Allerdings mussten wir den Mechanismus ein wenig austricksen. Denn es dauerte immer so drei Stunden bis der Raum runter gekühlt war. Also ließen wir einfach eine der Zimmerkarten in dem Stromslot stecken. Ja, Schande über unsere Häupter, da ist n bisschen mehr Strom als sonst bei draufgegangen...
Zum Essen ging es wieder runter. Am selben Stand wie am Vortag aßen wir dieses Mal so viele Spieße bis wir satt waren. Danach ging es durch die Schmalen Gassen des Marktes direkt zurück ins Zimmer. Was wir an diesem Tag gelatscht sind, man, man.

Little India


Nächster Tag, neues Glück. Vielleicht würde uns Kuala Lumpur dieses Mal eine schönere Seite von sich zeigen?! Als erstes sollte es in den größten Park der Stadt gehen. Das erwies sich schon als kleine Herausforderung. Wir mussten über eine Brücke, dann durch ein Parkhaus und drei dreispurige Straßen überqueren. Dann noch einen Berg für einen guten Kilometer hoch und da waren wir. Durch ein halb abgesperrtes Tor schlüpften wir in den Park. Erster Anblick: ernüchternd. Geradezu traurig. Es sah aus wie im Herbst in Deutschland (no offense). Traurig gekrümmte, braune Blätter lagen überall, die Farbe hatte das Gras komplett verlassen. Wir setzten uns kurz auf eine erhöhte Bank. Von dieser konnte man den schlammbraunen „See“ und ein paar Baustellen genießen. Einfach vorzüglich, fabelhaft. Als unsere Augen von der Schönheit dieses Platzes zu sehr geblendet waren, setzten wir unsere kleine Kuala Lumpur Reise fort.
Nun galt es den Park zu verlassen. Wir liefen nach Norden, wo wir einen Ausgang vermuteten. Und wir lagen sogar richtig. Als wir unter zwei Baggern hindurchgeschlüpft waren, sahen wir ein Tor. Und ein Vorhängeschloss. Wir schienen nicht die einzigen verdutzen Leute zu sein. Ein Mopedfahrer auf der anderen Seite des Tors zog auch eine Schnute als er das Vorhängeschloss sah. 
Es galt also sich einen neuen Fluchtplan auszudenken. Wir schätzten unsere Chancen knapp 100 Meter weiter rechts ganz gut ein. Und als wir gerade am Tor waren, kam uns der Mopedfahrer entgegen. Dumm nur, dass sich hinter dem Tor, die schon beschriebene,  sechsspurige, sehr stark befahrene Straße befand. Für ihn mit seinem Moped natürlich kein Problem. Bei dem anderen Tor hätte man ganz bequem durch eine Unterführung laufen können...
Es musste also Fluchtplan Nummer 3 ausgearbeitet werden. Dieses Mal entschieden wir uns für hart links. Dort führte ein Weg den Berg hoch. Oben angekommen, stellten wir mit sehr großem Erstaunen fest, dass es eine Brücke auf die andere Seite der Straße gab. 
Wir freuten uns wie zwei Honigkuchenpferde.
Doch nicht lange.
Auf der anderen Seite angekommen, gab es keinerlei Fußwege in die Richtung, in die wir mussten. Oder, um an dieser Stelle ganz präzise zu sein, es gab keine Fußwege in irgendeine Richtung. Ich hatte das Gefühl, dass mein ständiges Wiederholen der Worte „Ich hasse Kuala Lumpur“ Isa langsam nervte, aber es musste einfach sein. 
Wir entschieden uns schließlich für die „Ich-hab-kein-Bock-mehr-ab-durch-die-Mitte“ Lösung. Wir nahmen den kürzesten Weg über die Autobahn!
Ja, manche mögen jetzt mit dem Risiko dieser Lösung anfangen, aber wir hatten einfach keinen Bock mehr und außerdem gab es ja einen kleinen Streifen, auf dem man laufen konnte. So kamen wir dann irgendwie, irgendwann an der Sentral Station (ja mit „s“) an. Übrigens versuchten wir seit dem Park nach Little India zu kommen. Das lag quasi hinter dem Bahnhof. Mit der Scharfsinnigkeit eines Atomphysikers schlossen wir, dass wir evtl. in der Lage wären, durch den Bahnhof auf die andere Seite zu laufen und dann nach unten zu fahren. Denn der Bahnhof befand sich 50 Meter oberhalb von Little India (ja, Kuala Lumpur ist komisch aufgebaut). Und siehe da, in einer dunklen versteckten Ecke, führte tatsächlich eine Rolltreppe nach unten. Das erste mal das etwas wirklich logisch in KL war. 
Wir mussten nur noch durch ein paar verschiedene dunklen Wege laufen, bis wir an der Hauptstraße Little India‘s waren. Wir hatten es tatsächlich geschafft!
Kuala Lumpur blieb sich aber treu und enttäuschte uns wieder. Little India war lachhaft. Ein kleiner Abschnitt bunter Säulen, Indische Läden und mannshohe Boxen, alle 10m, aus denen man in den schrecklichsten Tönen beschallt wurde. Tolles Little India, wirklich!
Wir gingen noch in die andere Richtung und kehrten dann in einem indischen Restaurant mit Klimaanlage ein.
An diesem Tag feierte Isa dann ihre „Indisches Essen Prämiere“. Und das mit mir, der ja von indischem Essen sehr viel versteht...
Isa traute sich nicht das komische unbekannte Gericht zu bestellen und so war das meine Aufgabe. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Am Ende waren beide Sachen ziemlich gut. Und sehr reichhaltig. Ich musste am Ende aufgeben, da Isa einfach zu viel über gelassen hatte :P
Ich klamüserte noch schnell aus, wie wir am schnellsten nach Hause kommen würde, dann ging es wieder raus in die brütende Hitze. Isa schlug noch bei einem kleinen indischen Stand auf der Straße zu, da ich ihr die dort angebotenen Speisen sehr empfehlen konnte.
Dieses Mal fanden wir dann sehr schnell eine Brücke, die uns über die Autobahn brachte. Dann hieß es aber erst mal gut 2km am Rand der Autobahn entlang. Zwischendurch kamen wir an irgendwelchen Vierteln vorbei, in denen man sich bei Dunkelheit eher nicht verlaufen sollte. Schließlich waren wir schon ganz nah, aber mein Orientierungssinn versagte auf den letzten Meter, sodass ich in einem Hotel nach dem Weg fragte. Und tatsächlich waren wir nur noch knapp 300m von unserem Hotel entfernt. 
Dort angekommen war erst mal große Entspannungspause, bevor wir zu einem kleinen Mitternachtssnack noch mal raus gingen.

Batu Caves

Den Tag zuvor hatten wir das Hotel dann auch noch mal um zwei Nächte verlängert. Erst hatte ich mit Mr. Unfreundlich vom Einchecken gesprochen, welcher sich als nicht gerade sehr kooperativ herausstellte. Also war ich dann später noch mal hingegangen, wo mich eine nette Dame begrüßte und keinerlei Problem darin sah, mir wieder den gleichen Preis für das Zimmer zu geben.
Für den letzten Tag in Kuala Lumpur hatten wir uns die Batu Höhlen ausgeguckt. Der Amerikaner den ich bei der Hinfahrt im Bus getroffen hatte, warnte mich zwar davor, aber nur weil etwas touristisch ist, muss man es ja nicht auslassen. Zumal die Fahrt dort hin ziemlich leicht war. Zur nächst größeren Bahnstation, rin in Zug und bei der Endstation wieder raus. 
Die Batu Caves, sind, soweit ich mich recht erinnere, eine der größten Pilgerstätten für Hindus, außerhalb von Indien. 
Schon aus der Ferne sieht man die massive goldene Staue, die vor den Höhlen wacht. Ich schätze das Ding mal so auf gut 40m. Am Fuße der Stufen angekommen, geht es daran, diese zu erklimmen. Der Aufstieg wird einem durch den extremen Steigungswinkel und die aggressiven Affen etwas erschwert. Oben angekommen steht man dann fast direkt in der Höhle drin. Ich hab keine Ahnung wie groß genau das Ding war, aber schon sehr groß. Es sollte kein Problem darstellen, einen Dreamliner senkrecht da rein zu stellen.
Ansonsten huschten überall Affen umher und schnappten sich jede umherstehende Wasserflasche. Darauf knabberten sie dann rum. Und wenn man den kleinen zu nahe kam, wurde man direkt angefaucht. Oder Angesprungen, wie eine Asiatin kreischend erfahren musste. 
Ich hatte dann den Plan auf dem Rückweg vorher auszusteigen um noch einen Markt anzugucken, der ganz gut sein sollte. Wir kamen auch ganz gut voran, da der Stadtplaner in diesem Viertel an die Bürgersteige gedacht hatte. Als sich Isa beim Starbucks was zu trinken holte, war ich mir eigentlich sicher, dass wir den Markt schon lange hätten passieren müssen. Also schnell in das Wifi dort eingeloggt und mit Entsetzten festgestellt, dass der Markt in die komplett andere Richtung lag. Alle Angaben zum Standort unterschieden sich, je nachdem wo man geguckt hat. Und da der Markt sowieso nur bis 17 Uhr auf hatte, es aber schon 16:45 Uhr war, konnten wir uns das ganze dann auch schenken. Nebenan befand sich ein Pizzahut, in den wir dann erst mal einkehrten. 
Die Pizza war angenehm Ölarm, was man so ja eigentlich nicht von Pizzahut kennt. Wenn ich jetzt ganz böse wäre, würde ich schreiben, dass wir so wenigstens eine gute Sache in Kuala Lumpur gefunden hatten. Und wissta‘ watt? Mach ick och! Entspricht in meinen Augen der Wahrheit. 
Da wir es nicht mehr all zu weit zurück hatten, liefen wir das letzte Stück, wodurch wir noch mal ein paar andere Seiten der Stadt entdeckten. Zum Beispiel ein weiteres Shoppingviertel. Uhhh, wie aufregend. Das einzige was man in dieser Stadt machen kann ist Shoppen. Und das nicht mal besonders gut.
Die letzten paar Stündchen des Tages gingen im Hotel drauf. Isa machte Abends dann schon wieder Druck, dass ich mir doch endlich mal ein Ticket für die Weiterreise buchen sollte :D
Am Ende viel meine Wahl dann, wie ursprünglich mal sehr wage abgedacht, auf Borneo. 
Und was da so passierte, oder was auch nicht, dass erfahrt ihr demnächst, insofern ich Lust habe zu schreiben :P

Petronas Towers






Blick aus unserem Fenster



Der kleine spiegelt die Emotionen zu KL schon ganz gut wieder





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Samstag, 15. März 2014

Ab nach Kuala Lumpur!

Lecker Street Food in KL

Geschehnisse vom  16.02. - 18.02.2014:

Am nächsten Morgen konnte ich gerade noch so Frühstücken. Das wurde mehr oder weniger ab 7 Uhr serviert. Effektiv eher um 20 nach sieben. Und um halb acht musste ich mein Boot rüber nach Lombok erwischen. Aber ich dacht mir, dass die Indonesier ja sowieso immer ein bisschen länger brauchen. Und so war es dann auch. Das Boot legte erst gegen acht Uhr ab. 
Wurde eine sehr lustige Fahrt. Reiht sich gleich nach der Nussschalenfahrt in Fiji ein. Das Boot ging an die Grenzen des physikalisch machbaren und schwante von liiiinks nach reeeechts. Die ersten Kinder erlitten schon Nervenzusammenbrüche, fingen an zu schreiben, heulen und sich zu übergeben. Aber nach gut 30 Minuten waren wir dann auf Lombok angekommen. Gleich kamen wieder die ach so netten Typen an, die einem das Gepäck quasi aus der Hand reißen wollen, um dann Geld für den Transport zu kassieren. Tja, aber nicht mit mir den Trick kennen wir ja schon...
Da ich mehr oder minder sehr wenig Ahnung hatte, wo ich als nächstes hinmusste, fragte ich einen der rumstehenden, gelangweilt aussehenden Locals. Doof nur das er sich als Kutschenfahrer herausstellte. Und da ich wie gesagt keine Ahnung hatte, wo ich hinmusste, ließ ich mich von im belatschern und stieg schließlich in seine Kutsche ein. Es sollte ja ein sehr langer Weg zu der Bushaltestation sein. Schon an dieser Stelle Schande über mein Haupt, ich hätte es besser wissen sollen...
Er ließ mich dann an dem Café raus, an dem ich auch schon auf dem Hinweg zu den Gili‘s gewartet hatte. Aber nun ja, es war ja jetzt nicht so, als das mich das verarmen lassen würde. 
So wartete ich da eine gute Stunde auf den Bus. Der „Aufseher“ konnte sich sogar noch an mich erinnern und freute sich einen Ast, dass ich mit seiner Firma zurückgekommen war. Angesichts der Masse an Backpackern die er in den knapp zwei Wochen gesehen haben muss ist das schon irgendwo erstaunlich, dass er sich noch erinnern konnte. Hab ich wohl mal wieder einen bleibenden Eindruck hinterlassen :D
Während des Wartens kam ich dann noch mit einer Amerikanerin ins Gespräch die für eine internationale Ingenieursvereinigung arbeitete und schon so überall auf der Welt war, wo man sein kann. Auf Lombok hatte sie gerade ein Projekt das sich mit dem ganzen Plastikmüll beschäftigte. 
Und dann kam auch endlich mal unser Bus. Neben mir stiegen noch vier Niederländer ein. Drei davon waren Drillinge :D und außerdem noch ein russisches Pärchen. 
Wir fuhren durch die Berge hielten an einem kleinen Straßenstand kurz an, an dem unser Fahrer irgendwas kaufte, dann ging es weiter. In Mataram hielten wir dann irgendwann noch mal an. Unser Fahrer verschwand wieder für kurze Zeit mit den zwei zuvor gekauften Flaschen und kam dann mit leeren Händen wieder. Wir tippten geschlossen auf das dealen von Arak. - Selbst gebrannter Schnapps, der nicht ganz so rein ist, wie er eigentlich sein sollte. Es gibt immer mal wieder Todesfälle wegen diesem Zeug auf den Gili‘s. 
Wir erwischten unsere Fähre ohne Probleme und mussten auch nichts extra bezahlen. Das hieß wir waren nicht über den Tisch gezogen worden. Yeahhh. Auf dem Schiff stürzten sich dann natürlich erst mal alle Verkäufer wie die Fliegen auf uns. Als das ausgestanden war, setzte sich das Schiff langsam in Bewegung. Wir quatschten ein bisschen, bevor ich die Niederländer ein bisschen auf ihrer Landessprache erzählen ließ und schlief. 
Eine Stunde bevor wir in Bali ankamen, wachte ich dann auf. Lustigerweise hatten ein paar von den Passagieren schleppleinen ausgeworfen und sogar einen kleinen Fisch gefangen. 
In Bali verließ uns dann die Niederländerin und kurze Zeit später stiegen auch die andern Jungs in einen anderen Bus als ich. Der Bus fuhr noch einen Umweg zum Flughafen, um einen Passagier abzuwerfen, bevor er dann in Kuta hielt. Ja hier war ich wieder in Kuta...
Ich hatte mich im Hotel Neo eingebucht, dass natürlich sehr, sehr, sehr weit von dem Punkt entfernt lag, an dem mich der Bus rausgelassen hatte. Half also nichts, es musste ein Taxi her. Zum Glück fahren diese hier eigentlich überall rum. Nur war gerade Rushhour und es ging einfach nicht voran. Nach bestimmt 20 Minuten für vielleicht 4 Kilometer waren wir da.
Das Hotel Neo entpuppte sich als kleine Perle. Super freundliches Personal, auch wenn man über meinen Wunsch, mich zu upgraden nur lachte, ohne weiter darauf einzugehen. Das geht aber besser! Zimmer war top, schickes Design, einigermaßen viel Platz und ein groooßes Bett.
Mich trieb der Hunger jedoch sehr schnell wieder nach draußen. Den ganzen Tag nichts ordentliches gegessen. Und seit dem ich wusste, dass ich noch mal nach Kuta kommen würde, so wusste ich auch, dass ich noch mal diese geniale Quattro Fromaggi Pizza essen würde, die ich bei meinem ersten Mal in Kuta schon probiert hatte. Und sie war wieder absolut göttlich :D
Sehr gut genährt wankte ich zurück zum Hotel, holte mir noch einen dieser leckeren Eistee‘s und viel ins Bett. 13 Stunden unterwegs am Tag macht halt auch irgendwie müde... 

Da ich es wie erwartet nicht geschafft hatte noch einen Flug zu buchen, sah ich mich gezwungen, noch eine weitere Nacht in Kuta zu bleiben. Nach harten Verhandlungen mit dem netten Herrn von der Rezeption konnte ich den Onlinepreis plus ein Frühstück rausschlagen. 
Da es in Kuta (wie wir ja alle schon wissen), nicht all zu viel zu tun gab, blieb ich eine Weile im Zimmer. Dann wagte ich mich aber doch raus, da ich noch ein, zwei Sachen kaufen wollte. So schlenderte ich gut drei Stunden umher. Eingeschlossen ein haariger Besuch in einem angeblich so guten Restaurant. Reaktion der Bedienung auch eher Bescheiden...
So richtig wurde ich auch nicht fündig, sodass ich mit leeren Händen ins Hotel zurückkam. Aber in Kuta hat ja alles bis 22 Uhr offen, deshalb war noch nichts verloren. Abends ging es in einen kleinen Warung, der in Kuta von den blöden Australiern natürlich nicht gerade viel Aufmerksamkeit erfährt. Die wollen ihre westliche Küche. 
Und dann kurz vor Ladenschluss fand ich doch noch das was ich gesucht hatte. Nach harten Verhandlungen konnte ich mit meinem gebrochenen Indonesisch noch einen etwas besseren Preis aushandeln als vielleicht nur auf Englisch. Den zwei gefiel es sichtlich das ich mich mit der Sprache abmühte :D
Dann war ich gegen 22 Uhr zurück im Hotel. Und irgendwas hatte ich doch vergessen oder? Ah ja, Flug buchen. Das Zeil stand ja schon fest. Kuala Lumpur. Isa, die ich damals in Australien getroffen hatte, würde am nächsten Tag auch hinfahren.
Also schnell einen billigen Flug rausgesucht. Am Ende waren es 49€ mit Malaysia Airlines. Top Preis angesichts der „richtigen“ Airline. Natürlich wollten mich die Götter an diesem Abend noch auf eine Probe stellen und so kam es, dass ich mein Verified by Visa Passwort drei mal falsch eingab. Damit fiel das Bezahlen mit Kreditkarte Nummer eins schon mal weg. Da Kreditkarte Nummer zwei auch mit dem sagenhaft tollen „Verified by Visa“ ausgestattet war, der Pin aber auf meine deutsche Handynummer geschickt werden würde, welches natürlich kein Netz hatte, musste ich einen Shop ohne „Verified by Visa“ finden. Zum Glück fand ich auch einen. Sonst hätte das Mobiliar im Zimmer eventuell etwas gelitten...
Das Hotelzimmer war dann auch gegen ein Uhr gebucht und die Adresse an Isa weitergeleitet. Es konnte also nach Kuala Lumpur gehen!



Die ersten paar Stunden in Kuala Lumpur:

Da mein Flug erst gegen ein Uhr war, konnte ich schön ausschlafen und das ausgehandelte Frühstück genießen, dass sich als nicht sonderlich beeindruckend herausstellte. Dann checkte ich aus und schnappte mir ein Taxi. Da ich den Preis zum Flughafen kannte, hatte der Fahrer keine Chance mit seinem völlig überzogenen Preis. Am Flughafen angekommen, gab ich meinen Backpack auf. Endlich mal wieder an einem „richtigen“ Schalter mit netten Mitarbeitern von Malaysia Airlines. 
Dann ging es die Ausgangsgebühr zum verlassen des Landes zu bezahlen. Danach passierte ein Phänomen, dass ich in den nächsten Tagen noch öfters erleben werden sollte. Ich wurde missverständlich für eine Frau gehalten und zur Sicherheitsschleuse für Frauen geschickt. Die Polizeibeamtin dort bewies allerdings ein besseres Auge und schickte mich dann zu den Männern. Dankeschön!
Die Schlange der Passkontrolle war so schon lang, wurde aber dank vier Russen noch länger. Diese nahmen gleich vier Beamte in Anspruch und hatten allesamt Probleme. Am Ende kümmerten sich dann zwei Beamte um die ganze Gruppe die anscheinend zusammen reiste. So ging es dann wenigstens langsam voran. 
Da ich vergessen hatte nach einem Platz zu fragen, landete ich am Gangplatz der mittleren Viererreihe. Dafür aber neben mir die nächsten zwei Plätze frei. Der Flug war normal. Ein zwei Turbulenzen. Aber das Beste: Entertainment System! und ein kleiner Snack. Ja irgendwann vermisst man die „richtigen“ Fluggesellschaften schon...
Nach knapp 2:30 Stunden waren wir in Kuala Lumpur. Dort galt es sich erst mal zu orientieren. Die Beschilderung war nicht wirklich ersichtlich und so erfragte ich mir eher meinen Weg, als das mir die Schilder in irgend einer Weise halfen. 
Ich musste aus dem Hauptterminal raus, über zwei dreispurige Straßen, dann war ich am Busterminal. Ich hatte mir schon einen Bus rausgesucht, welcher mich nahe dem Zentrum rauslassen würde.
Im Bus lernte ich dann einen Amerikaner aus New York kennen, der auf dem Weg von Hong Kong nach Indien war. Er und sein Kumpel hatten einen Stopover von einem Tag in Kuala Lumpur. Es stellte sich heraus, dass wir sogar im gleichen Hotel waren. Als der Bus uns dann abwarf, stiegen wir in einen Minivan um. Ich schlich mich einfach mit hinein, da ich ja auch zum Swiss Inn musste. Da noch andere Leute im Van waren, welche wir zuerst zu ihrem Hotel brachten, dauerte die „Fahrt“ relativ lange. Der Verkehr in Kuala Lumpur Center war schrecklich. Eher als durchgehender Stau zu beschreiben. 
Aber nach knapp 30 Minuten waren wir dann am Swiss Inn. Mitten in China Town.
Ein unfreundlicher Mann an der Rezeption empfing mich. Der Weg zum Zimmer war auch nicht ganz leicht zu finden. Mit Fahrstuhl Nummer eins musste man erst in den zweiten Stock, dann in ein anderes Nebengebäude und dort in Lift Nummer Zwei. Auf der Hälfte des Weges kam ich am Büro des General Managers vorbei. Dieser sprang auch gleich aus diesem hervor und führte mich zum zweiten Lift und erklärte mir alle möglichen Dinge zum Hotel. Ja, er weiß halt welche Kunde ganz besonders wichtig sind :D
Zimmer war gut. Wie ich wollte im höchsten Stock und ein Eckzimmer. Mit gutem Blick über die Stadt.
Nach 30 Minuten Klingelte das Telefon und man unterrichtete mich über das Ankommen eines ganz speziellen Gastes. Isaaaa!
Wir waren erst mal eine Weile im Zimmer, bevor wir ein bisschen Hunger bekamen. Ein kleiner Stand war schnell gefunden. Wir befanden uns immerhin im Zentrum von Chinatown...
Man konnte sich alle möglichen verschiedenen Spieße aussuchen. Hühnchen in hunderten verschiedenen Varianten, Lamm, Rind und, und, und. Entweder ließ man sich das dann auf dem Grill brutzeln oder man nahm es mit an Tisch und tauchte es in ein Kochendes Wasserbad und ließ es garen. Mir war eher nach brutzeln. 
Dazu gab es einen Lemon Ice Tea. Perfekt. Allerdings waren wir danach nicht so wirklich gesättigt. Also ging es noch zu einem anderen Stand. Wir orderten gebratene Nudeln und Reis. Das geht ja quasi immer. Dann schlenderten wir durch die Stände, die vornehmlich ihre Hermés, Louis Vuitton, Gucci, Prada und Goyard Taschen anpriesen. 100% Originale ;)
Ganz praktisch war, dass unser Hotel auch auf der Rückseite einen Eingang hatte, der direkt zu den Ständen führte.

Wir kamen spät zurück und brauchten dann erst mal Ruhe. Am nächsten Tag sollte schließlich Kuala Lumpur erforscht werden!
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